Hocheifel - Auf den Spuren der Ordensritter

Art:

Rundwanderung in Marathondistanz

Länge:

42 km

Wanderregion:

Hocheifel

Schwierigkeitsgrad:

sehr schwer

Bewertung:
Eifel

 

 

Bildergallerie

  • 001 - Start auf dem Wanderparkplatz Hohe Acht -
  • 002 - Am nebelverhangenen Muellers Kreuz -
  • 003 - Die Johanniter-Ordenskommende in Adenau -
  • 004 - Auf dem Adenauer Markt -
  • 005 - Auf den Spuren der Ordensritter -
  • 006 - Die Watzmaenner an der Kapelle Muellenwirft -
  • 007 - Im Wirftbachtal -
  • 008 - Kirche St. Johannes-Baptist in Kirmutscheid -

 

1. Teil: Von der Hohen Acht über Wirft nach Kirmutscheid

Das Wegezeichen schwarzes Malteserkreuz auf weißem Grund entführt die Watzmänner auf diesem Themenwanderweg des Eifelvereins in das frühe Mittelalter. Im ausgehenden 12. Jahrhundert unterhielt der Johanniterorden in der Hocheifel rund um Adenau eine Reihe von Niederlassungen. So ist die gesamte Region durch das Wirken der Ordensritter stark geprägt. Die Route des Eifelvereins folgt breiten Wald- und Wiesenwegen, durchquert mehrere schmucke Eifelorte und verläuft quer durch die Grüne Hölle, den Nürburgring. Die Streckenführung erhebt nicht den Anspruch eines Premiumwanderweges, bietet aber den Wanderern einen faszinierenden Einblick in die Zeit der Ordensritter und herrliche Fernsichten über die waldreiche Hocheifel. Gewürzt wird die Tour noch mit einem ordentlichen Schuss Rennsportromantik und dem Aufstieg zum höchsten Berg der Eifel, der Hohen Acht.

 

 

Das Müllerskreuz im frähen Morgennebel


Die Wanderung beginnt im ersten Büchsenlicht auf dem Wanderparkplatz an der Hohen Acht und führt die 7köpfige Truppe talwärts zum Müllerskreuz. Mit dem anbrechenden Tag steigen hier im dunklen Nadelwald noch die Morgennebel auf und sorgen für eine gespenstische Stimmung. Nach sechs Kilometern wird Adenau erreicht. Wir lassen den historischen Buttermarkt hinter uns und wandern in den Ortskern hinein.

 



Seit 1162 besaß der Johanniterorden hier einen Herrenhof, Komturei genannt. Das ehemalige Gehöft gleich neben der Pfarrkirche „St. Johannes der Täufer“ wird von den Watzmännern in Augenschein genommen, bevor es ausgangs des Eifelstädtchens bergauf nach Wirft geht. Breite, zum Teil asphaltierte Wander- und Wirtschaftswege führen über einen Bergrücken hinweg in das idyllisch gelegene Wirftbachtal hinein. Im Talgrund treffen die Wanderer auf die Kapelle „Müllenwirft“.
 

Bergkameraden an der Kapelle Müllenwirft


Hier errichtete der Johanniterorden dereinst einen Hof mit Mühle, zu der auch die Kapelle „Not Gottes“ gehörte. Das kleine Kirchlein wurde 1823 abgerissen, von fleißigen Händen im Jahre 1988 neu aufgebaut und ist heute wieder ein viel besuchter Wallfahrtsort. Wir durchqueren den Ort Wirft und wandern entlang des Wirftbaches hinüber zur Kirche „St. Johannes Baptist“ in Kirmutscheid.

Chorraum der Kirche St. Johannes Baptist in Kirmutscheid


Sie gleicht einer Wehrkirche, liegt auf einer Anhöhe und ist mit dem Wirken des Johanniterordens eng verbunden, wie Bergkamerad Patrick Fehling bei der interessanten Kirchenführung zu berichten weiß. Das vom Trierbach umflossene Kirchlein wurde 1214 von Graf Ulrich von Nürburg erbaut und ist dem Schutzpatron der Schäfer, dem Hl. Wendelinus geweiht. Auch das alte, hervorragend restaurierte nebenstehende Pfarrhaus aus dem Jahre 1709 ist überaus sehenswert und wird von den Watzmännern bewundert.


 

Bildergallerie

  • 001 - Start auf dem Wanderparkplatz Hohe Acht -
  • 002 - Am nebelverhangenen Muellers Kreuz -
  • 003 - Die Johanniter-Ordenskommende in Adenau -
  • 004 - Auf dem Adenauer Markt -
  • 005 - Auf den Spuren der Ordensritter -
  • 006 - Die Watzmaenner an der Kapelle Muellenwirft -
  • 007 - Im Wirftbachtal -
  • 008 - Kirche St. Johannes-Baptist in Kirmutscheid -


2. Teil: Von Kirmutscheid über Nürburg zurück zur Hohen Acht


Im zweiten Abschnitt der Rundwanderung führt die Route von Kirmutscheid aus dem Trierbachtal steil bergan nach Barweiler hinauf. Die Bergkameraden streifen den kleinen Wallfahrtsort und erfreuen sich an den herrlichen Weitsichten. Feld- und Wiesenwege geleiten die Gruppe sodann nach Kottenborn. Die dortige Antoniuskapelle weist im spätgotischen Chor einen Schlussstein mit der Jahreszahl 1522 auf. Der Bau wurde seinerzeit von der Johanniterkomturei in Adenau genehmigt.

St. Antonius Kapelle in Kottenborn


Auch Kottenborn liegt wie Barweiler auf einer Anhöhe und gestattet traumhafte Fernsichten hinab ins Wirftbachtal und auf die umliegenden Erhebungen der Hocheifel. Nach ausgiebiger Rast folgt man dem Wegezeichen „Malteserkreuz“ hinab ins Tal der Wirft und zur Kottenborner Mühle. Ständig stärker werdende Motorengeräusche lassen erkennen, dass der Nürburgring nicht mehr weit sein kann. Nach einem kräftigen Anstieg durch Waldparzellen treffen die Wanderer am Streckenabschnitt „Schwedenkreuz“ erstmals auf die weltbekannte Rennstrecke. Im gleißenden Sonnenlicht wandern die Watzmänner jetzt durch die Grüne Hölle, denn der Wanderweg „Auf den Spuren der Ordensritter“ folgt der Nordschleife bis nach Nürburg. Mit ihrem trutzigen, weithin sichtbaren Bergfried rückt die Nürburg in das Blickfeld der Bergkameraden. Ulrich von Nürburg ließ sie Im Jahre 1166 errichten.

Blick auf die Nürburg


Leider fehlt die Zeit um dieses imposante mittelalterliche Gemäuer zu besteigen und die sicherlich traumhaften Weitblicke von der Aussichtsplattform zu genießen. Nachdem der Ort Nürburg passiert ist, folgt die Route einer unschönen Landstraße zum Streckenabschnitt „Schwalbenschwanz“, um dann wieder in den sommerlichen Mischwald einzutauchen.



Hier im kühlen Forst ist die sommerliche Nachmittagshitze recht gut zu ertragen, sorgt doch auch die Streckenführung jetzt ständig für Abwechslung. Beim Aufstieg zur Hohen Acht treffen die Bergkameraden sogar auf verschlungene Waldpfade, die sich zum landschaftsprägenden, 747 Meter hohen Bergkegel hinauf winden. Auf der Anhöhe ragt dann der Kaiser-Wilhelm-Turm über die Baumwipfel empor. Er wurde 1906 anlässlich der silbernen Hochzeit Kaiser Wilhelms II. errichtet.
 

Watzmänner am Kaiser-Wilhelm-Turm auf der Hohen Acht

 
Nach 42 Wanderkilometern sind die Beine der Bergkameraden natürlich bleischwer, trotzdem wird der sechzehn Meter hohe Aussichtsturm noch bestiegen, um die famosen Weitsichten von der Plattform eine Weile zu genießen, liegt doch den Wanderern hier die gesamte Hocheifel zu Füßen. Obwohl die Sicht bei der hohen Luftfeuchtigkeit nicht sonderlich gut ist, sind Hochkelberg, Hochsimmer, Schöneberg und die nahe gelegene Nürburg gut zu erkennen. Als man kurz darauf wieder zum Start- und Zielpunkt gelangt, hat man die Marathondistanz in einer reinen Wanderzeit von etwas mehr als neun Stunden hinter sich gelassen und ist mächtig stolz auf diese tolle Leistung auf dem Themenwanderweg "Auf den Spuren der Ordensritter".

Gesamtstreckenlänge 1. und 2. Teil: 42 Kilometer

 

Anmerkung des Autors:
Wem die Marathondistanz zu weit ist, der kann diesen interessanten Themenweg in der Hocheifel natürlich auch an zwei Tagen erwandern.

Kommentare  

 
# Alm-Öhi 2015-02-02 12:51
:D :D :D
 
 
# Fry 2015-02-01 01:58
Das "Das Müllerskreuz" -Bild ist wirklich gut gelungen. Neblig wie in einem alten Ritterfilm :o
 

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Eifel-Berichte

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Wanderberichte

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traumhafte Fotos

Bk de Konti - 30/12/2016 - 18:04

Hallo Konni, wieder schöner Bericht und Fotos unserer letzten Wanderung! So kann man die Wanderung sozusagen 1:1 nachvollziehen! Danke! Bk de Konti

BK de Stenz - 03/11/2016 - 17:14

Hallo Konni, bitte meine E-Mail Adresse ändern in stenzehelmut@gmx.de

Bk de Konti - 19/06/2016 - 09:26

Hallo Konni, danke für die Super-Wanderberichte unserer, wenn auch nassen, trotzdem Super 2TT mit den tollen Fotos, sodass wir Teilnehmer diese in der Erinnerung super "nachwandern" können. Danke!!

Nuppy - 30/05/2016 - 21:11

Super attraktive Wanderung auf dem Rheinsteig. Leider konnte ich nicht dabei sein. Die Beschreibung ersetzt zwar nicht die Wanderung, aber sie motiviert für's nächste mal.

BK de Tibor - 25/02/2016 - 05:51

Hallo Watzmänner, Tolle Bilder und ein super Wanderbericht hat Konnie mal wieder ins Netz gestellt. Ich wäre gerne mit gewandert. Beim nächsten mal bin ich wieder dabei. LG BK Tibor

BK de Fritsche - 02/06/2015 - 22:25

Hallo Tibor, hallo Nuppy, ich habe mich sehr gefreut, als ich eure Kommentare zu meinen Berichten gelesen habe. Ich werde mich bemühen auch in Zukunft stets spannend und kurzweilig zu schreiben.

Nuppy - 31/05/2015 - 11:36

Hallo Konrad, spannend wie immer und schöne Bilder. War eine kurzweilige aber auch anstrengende Wanderung...

BK de Tibor - 18/05/2015 - 22:46

Ich durfte bei dieser herrlichen Wander-Tour mit dabei sein. Dieser super Wanderbericht läst alles noch mal Revue passieren. Noch mal Danke an Konnie für die Super zwei Tages Tour.Weiter so. LG Tib

LisaS. - 18/05/2015 - 22:12

Sieht nach einer gelungenen, aber auch anspruchsvollen Wanderung aus. Aber das ist für die Watzmänner ja ein leichtes. :D Die Bilder laden ebenfalls wieder zum Träumen ein. :)

BK de Fritsche - 05/04/2015 - 21:58

Wir haben eben einen tollen Web-Designer dem immer wieder was Neues einfällt :D xD

LisaS. - 05/04/2015 - 21:47

Der Live-Chat ist wirklich klasse. Und die anderen Neuerungen auf der Seite ebenfalls. Nur weiter so! :)

Fry - 05/04/2015 - 21:45

ouh LisaS. Online? xD

Fry - 02/04/2015 - 15:05

wow das Menü erst. Hammer

Bk de Konti - 26/03/2015 - 21:22

Hallo Konni, schöner Bericht und bedauere ich diese Wanderung dann doch verpasst zu haben, Karfreitag werde ich aber dabei sein! Grüße Bk de Konti

Nuppy - 19/03/2015 - 19:49

Super Bericht, spannend zu lesen. Danke für de Mühen ...

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