Moseleifel - Rundwanderung über die Zeller Hamm

Art:

Rundwanderung

Länge:

27 km

Wanderregion:

Moseltal

Schwierigkeitsgrad:

schwer

Bewertung:
Bergkameradschaft Watzmänner

 

Bildergallerie

  • 001 - Am Prinzenkopf mit Blick auf Puenderich -
  • 002 - Auf dem Moselhoehenweg -
  • 003 - Blick vom Moselhoehenweg ins Moseltal -
  • 004 - An der Reiler-Hals-Kapelle -
  • 005 - Blick vom Moselhoehenweg auf Reil -
  • 006 - Rast auf der Hindenburghoehe -
  • 007 - Moselhochwasser bei Reil -
  • 008 - Blick von der Weinlage Goldlay auf Reil -

 

1. Teil: Von Alf über Reil nach Briedel

Den ersten sonnigen Frühlingstag nach dem sehr langen Winter des Wanderjahres 2013 nutzen die Watzmänner zu einer herrlichen, ungewollt 27 Kilometer langen Moselrunde über die Zeller Hamm. Traumhafte Panoramablicke ins Hochwasser führende Flusstal, die Marienburg und zum Schluss ein Aussichtsturm der Superlative, sorgen für ein abwechslungsreiches Wandervergnügen. In einem ständigem Auf und Ab, die Mosel wird gleich zweimal überschritten, werden meist breite, aber niemals langweilige Weinbergwege beschritten. Aber auch mit schmalen, sich windenden Waldpfaden weiß die Route im zweiten Teilabschnitt zu glänzen.

 

 

Herrliche Aussichten ins Moseltal


Wir starten auf dem Wanderparkplatz unterhalb des Prinzenkopfes hoch über dem Weinort Alf und wandern mit dem Moselhöhenweg durch lichten Hochwald sanft bergan. Am Morgen zeigt sich der Himmel noch bedeckt. Trotzdem sind die Aussichten ins Moseltal sogleich gigantisch, als die neunköpfige Gruppe an einer Wanderhütte aus dem Wald tritt.

 



Der breite Wanderweg läuft jetzt oberhalb der Weinlagen ständig am Waldrand entlang und gestattet herrliche Aussichten auf die Weinorte Pünderich und Reil. Bald gelangen die Bergkameraden zur Reiler-Hals-Kapelle. Sie wird mit dem Schinderhannes in Verbindung gebracht. Angeblich diente sie der Räuberbande als Treffpunkt, um in der Gegend rund um das nahegelegene Lutzerath ihr Unwesen zu treiben.
 

Watzmänner an der Reiler-Hals-Kapelle


Von der Wegekapelle steigt der Moselhöhenweg noch einmal leicht an und führt uns hinauf zur Hindenburghöhe. An der kleinen Wanderhütte ist die erste Rast des Tages fällig. Auch von hier aus genießen die Watzmänner die schönen Fernblicke auf die gegenüber liegenden Hunsrückhöhen und hinab ins Moseltal. Vom Frühling ist noch nicht viel zu sehen. Die Vegetation befindet sich noch im Winterschlaf. Hier und da zeigen sich aber schon Blüten treibende Haselnusssträucher, mit ihren frisch sprießenden „Weidenkätzchen“. Noch eine Weile folgt die Gruppe dem Moselhöhenweg, um dann links abzweigend ins Tal nach Reil abzusteigen. Die Ortslage wird durchwandert und die Mosel überschritten.

Verhängnisvolles Moselhochwasser bei Reil


Am anderen Ufer steigen wir in die Weinlage Reiler Goldlay hinein und folgen dem Flusslauf moselabwärts. In halber Hanglage geht es in einem sanften Rechtsbogen an Pünderich vorbei. Vom jenseitigen Moselufer grüßt die Marienburg herüber, die hoch über den Wingerten auf der Zeller Hamm thront. Noch einmal legen wir an einer Wanderhütte eine Pause ein, um dann nach Briedel weiter zu wandern. Hier wäre eigentlich der Fährübergang zur Marienburg geplant. Mit Entsetzen müssen wir allerdings feststellen, dass wegen des Moselhochwassers die Fähre nicht im Einsatz ist.

 


 

Bildergallerie

  • 001 - Am Prinzenkopf mit Blick auf Puenderich -
  • 002 - Auf dem Moselhoehenweg -
  • 003 - Blick vom Moselhoehenweg ins Moseltal -
  • 004 - An der Reiler-Hals-Kapelle -
  • 005 - Blick vom Moselhoehenweg auf Reil -
  • 006 - Rast auf der Hindenburghoehe -
  • 007 - Moselhochwasser bei Reil -
  • 008 - Blick von der Weinlage Goldlay auf Reil -


2. Teil: Von Briedel über die Zeller Hamm zurück nach Alf

Nachdem ein Fährübergang in Briedel nicht möglich ist, wird erst einmal in einem Gasthof des Moselörtchens Einkehr gehalten, um bei einem gut gekühlten Weizenbier die weitere Vorgehensweise zu beraten. Schnell ist man sich einig. Eine Umkehr kommt nicht in Frage! So beschließen die Watzmänner die Route entlang der Mosel zu verlängern und die erste Brücke in Zell zum Übergang zu nutzen. Das verlängert allerdings die Moselrunde von eingangs geplanten 20 auf insgesamt 27 Kilometer. Mit dem örtlichen Wanderweg „B3“ geht es nach der Wanderpause aus der Ortslage von Briedel sanft ansteigend in den Wald hinein. Der schmale Saumpfad zeigt sich sehr idyllisch, führt an Felsen vorbei und quert mehrmals plätschernde Rinnsale, die sich von der Anhöhe ihren Weg zur Mosel suchen. Die Watzmänner genießen diesen Teil der Strecke durch die „Briedeler Schweiz“ in vollen Zügen und freuen sich über die unberührte Natur rechts und links des Pfades.

 

 

Die Watzmänner in der Briedeler Schweiz


Nach einer Weile ist weit voraus die ersehnte Brücke über die Mosel zu sehen, zu der die Route durch Weinberglagen schließlich abfällt. Erneut wird der Fluss überschritten und durch die Wingerte nach Kaimt, einem Ortsteil von Zell, aufgestiegen. Die Frühlingssonne steht jetzt hoch am Himmel und begleitet diesen schweißtreibenden Anstieg zu den Moselhöhen. Hier werden die Watzmänner allerdings mit einem herrlichen Ausblick ins Flusstal belohnt. Weiche Wiesenwege führen jetzt an der Ortslage von Kaimt entlang und schließlich hinüber zum Barlwaldblick. An der dortigen Wanderhütte wird nach 24 Wanderkilometern noch einmal Rast gehalten, um die herrlichen Ausblicke auf den Weinort Pünderich tief im Tal und über die Gratschneide der Zeller Hamm mit der Marienburg zu genießen. 
 

Die Bergkameraden am Burgtor der Marienburg


Überaus steil fällt die Route jetzt zu einem Sattel ab um danach auf asphaltiertem Grund und genauso steil zur Marienburg aufzusteigen. Das ehemalige Augustinerkloster wurde 1515 aufgelöst und dient heute als Jugendbildungsstätte. Die Watzmänner durchwandern das Arreal und folgen der Route hinüber zum Prinzenkopf.

 



Hier erwartet die Bergkameraden ein neu konstruierter Aussichtsturm, der herausragende Panoramablicke über die Zeller Hamm und die gewaltige Moselschleife bietet. Gleich auf zwei Seiten ist der Fluss zu sehen und mitten auf dem schmalen Grat fällt der Blick auf die Marienburg.

Prinzenkopfblick auf Zeller Hamm und Moselschleife

 
Als besonderes Highlight hat man die Plattform des Turms mit einer Web-Cam versehen, die einen Online-Gruß in die Heimat möglich macht. An der bewirtschafteten Wanderhütte in der Nähe des Prinzenkopfes endet diese herrliche, ungewollt lange aber unvergessliche Moselrunde über die Zeller Hamm bei einem guten Tropfen Moselwein.

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