Hocheifel - Traumpfade Wacholder- und Bergheidenweg

Art:

Rundwanderung

Länge:

19 km

Wanderregion:

Hocheifel

Schwierigkeitsgrad:

mittel

Bewertung:
Bergkameradschaft Watzmänner

 

Bildergallerie

  • 001 - Traumpfadlogo im verschneiten Bergheidenweg -
  • 002 - Wacholderweg - Start an der Wacholderhuette in Langscheid -
  • 003 - Auf dem tief verschneiten Wacholderweg -
  • 004 - Auf dem Wacholderweg im Winterwald -
  • 005 - Auf dem Wacholderweg abwaerts ins Nettetal -
  • 006 - Bergheidenweg - Die Watzmaenner in Nettehoefe -
  • 007 - Bergheidenweg - Im Nettetal -
  • 008 - Bergheidenweg - Im Nettetal -

 

1. Teil: Von Langscheid durch das Nettetal zur Wüstung Hohenleimbach

 

„Zwei auf einen Streich“, lautet das Motto dieser herrlichen Winterwanderung, stehen heute doch gleich zwei Traumpfade auf dem Programm der Watzmänner. Beide Routen, Wacholder- und Bergheidenweg, bereichern das Wandereldorado östliche Vulkaneifel ungemein. Einsame Pfade, Wald- und Wiesenwege führen die Traumpfadwanderer in die kargen, renaturierten Wacholderschutzgebiete der Osteifel hinein, die ihresgleichen suchen und auf die ehemalige Schafbeweidung zurückzuführen sind. Natürlich präsentiert sich die Natur im Sommer ungleich vielfältiger. Aber gerade die harten, langanhaltenden Winter prägen diesen Landstrich und verleihen ihm seinen unverwechselbaren Charakter, Eifel pur halt!! 

 

Verschneite Wacholderbüsche am Wabelsberg bei Langscheid

 

Wir starten die Rundwanderung bei frostigen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein an der Wacholderhütte in Langscheid. Am Wabelsberg führt uns ein schmaler Pfad, vom Wirtschaftsweg rechts abzweigend, sogleich in den dichten Bewuchs von Wacholderbüschen hinein. Hier stapfen wir durch den hohen Schnee und folgen der talwärts führenden Traumpfadbeschilderung. Der Blick fällt dabei weit in das Nettetal hinein und auf die Orte Hausten und Moorswiesen.

 


 

Breite Waldwege geleiten die Watzmänner in der Folge durch lichte Rotbuchenbestände und durch finsteren Nadelwald. Rechter Hand ist kurz darauf im Talgrund erstmals die Nette zu sehen. Sie entspringt in Hohenleimbach und mündet nach 59 Kilometern bei Weißenthurm in den Rhein. Am Flussufer führt der Traumpfad Wacholderweg nach links in den Berghang hinein. Wir aber wandern geradeaus und gelangen über den Verbindungsweg der beiden Traumpfade in den Weiler Netterhöfe.

 

Auf dem Traumpfad Bergheidenweg im Nettetal

 

Die Watzmänner durchwandern den kleinen Ort und treffen ausgangs der Bebauung auf den Traumpfad Bergheidenweg. Diese Route verläuft hier durch das winterliche Nettetal. Es ist ein einziger Traum durch die unberührte schneereiche Winterlandschaft zu streifen. Über eine kleine Holzbrücke gelangt die Gruppe ans andere Ufer der Nette. Die Bergkameraden folgen dem munter plätschernden Bach und erreichen kurz darauf die Mündung des Selbachs in die Nette. Nachdem das eiskalte Gewässer über eine kleine Furt überwunden ist, wandern wir durch das Schluchtental bergaufwärts.

 

An der Einmündung des Selbaches in die Nette

 

Eine steife Brise weht den Schnee von den Bäumen und bläst uns die Eiskristalle mitten ins Gesicht. Auf der Höhe treten die Wanderer dann aus dem Wald hinaus und gelangen auf eine Hochfläche. Weit fällt der Blick auf die Erhebungen der Osteifel und auf den Ort Hohenleimbach, der nordöstlich in einer Senke liegt. Am Horizont macht der markante Bergkegel der Hohen Acht auf sich aufmerksam. Eine rustikale Wanderhütte am Wegesrand lädt sodann zur wohlverdienten Rast ein.

 


 

Bildergallerie

  • 001 - Traumpfadlogo im verschneiten Bergheidenweg -
  • 002 - Wacholderweg - Start an der Wacholderhuette in Langscheid -
  • 003 - Auf dem tief verschneiten Wacholderweg -
  • 004 - Auf dem Wacholderweg im Winterwald -
  • 005 - Auf dem Wacholderweg abwaerts ins Nettetal -
  • 006 - Bergheidenweg - Die Watzmaenner in Nettehoefe -
  • 007 - Bergheidenweg - Im Nettetal -
  • 008 - Bergheidenweg - Im Nettetal -

 

2. Teil: Von der Wüstung Hohenleimbach durch den Menke-Park zurück nach Langscheid

 

Nach der Mittagspause folgen die Watzmänner dem breiten, tief verschneiten und leicht ansteigenden westwärts führenden Wirtschaftsweg. Wir überschreiten die Asphaltpiste, die nach Langenfeld führt, und wandern jenseits der Straße wieder in den Wald hinein. Von der Anhöhe, die wir bald darauf erreichen, ist bereits das Wacholderschutzgebiet Menke-Park zu sehen. Die Bergkameraden kämpfen sich durch 50 cm hohe Schneeverwehungen und genießen dabei die traumhaften Aussichten bis weit in die Kelberger Vulkaneifel hinein.

 

Im winterlichen Menke-Park

 

Zur Erhaltung der Wacholderheiden hat man die gesamte Fläche gerodet und nur einzelne uralte Kiefern und natürlich die Wacholderbüsche stehen lassen. Das nun folgende Wacholderschutzgebiet ist nach Dr. Heinrich Menke benannt, einem Biologielehrer aus Koblenz, der sich um den Erhalt der einzigartigen Wacholderheiden der Osteifel im vorigen Jahrhundert verdient gemacht hat. Die enormen Schneemengen sind von den Wacholderbüschen allerdings kaum noch zu tragen und vereinzelt ist es schon zu Schneebrüchen gekommen.

 

Bergkameradschaft im Wacholderschutzgebiet Menke-Park

 

Noch einmal überschreiten die Wanderer die eingangs bezeichnete Landstraße und wandern in den Adenauerpark hinein. Vom Rassberg fällt der Blick erneut hinüber zur Hohen Acht. Nächstes Highlight ist das Naturschutzgebiet Heidbüchel. Auch hier werden auf der windigen Anhöhe die zahlreichen, säulenartigen Wacholderstauden von den Bergkameraden bewundert.

 


 

Der breite Waldweg senkt sich jetzt ab und die Gruppe trifft schließlich auf den Verbindungsweg, der uns, nach rechts abzweigend, wieder zum Traumpfad Wacholderweg hinüberführt. Auf diesem Teil der Route hat der Orkan Xynthia vor einer Woche gewütet und einen großen Windbruch verursacht, der von der Wandergruppe weitläufig umgangen wird. In mehreren Kehren und zum Schluss auf dem eisglattem Grund stark ansteigend, gelangt die vierköpfige Gruppe zur Wintersportanlage bei Arft. Noch einmal ist eine Rast in der dort anzutreffenden Wanderhütte fällig, bevor wir uns nach links wenden und wieder auf dem Wacholderweg über einen Höhenzug wandern. Breite Wald und Wiesenwege führen zum Büschberg hinauf. Auch hier macht der „Heidegarten“ mit unzähligen Wacholderstauden auf sich aufmerksam.

 

Im Heidegarten am Büschberg

 

Von der Anhöhe fällt der Blick hinüber nach Langenfeld und auf die ortsbildprägende Pfarrkirche St. Quirinus, auch Eifel-Dom genannt. Jetzt sind es nur noch wenige Kilometer bis zum Start- und Zielort Langscheid. Von den Eifelhöhen gen Osten blickend sind die Berge der Heimat und die Tuffsteinbrüche bei Weibern gut auszumachen. Auch die Vulkankegel Hochtstein und Hochsimmer bei Ettringen gelangen noch in das Blickfeld der Watzmänner, bevor diese herrliche Winterwanderung in einem gemütlichen Café in Langscheid ausklingt. 


Gesamtlänge der Rundwanderung 1. und 2. Teil: 19 km
     

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