Goldsteigrundwanderung über den Kaitersberg

Art:

Rundwanderung

Länge:

15 km

Wanderregion:

Bayerischer Wald

Schwierigkeitsgrad:

mittel

Bewertung:
Bayerischer Wald

 

Bildergallerie

  • 001 - Start in den Kaitersberg-Panoramaweg an der Tourist-Info in Arrach
  • 002 - Der munter plaetschernde Arracher Bach auf dem Kaitersberg-Panoramaweg
  • 003 - Der Kaitersberg-Panoramaweg bei Simmereinoed
  • 004 - Das Wegezeichen des Kaitersberg-Panoramaweges
  • 005 - Im sonnigen Bergwald auf dem Kaitersberg-Panoramaweg
  • 006 - Steinmaennchen weisen den Weg zum Kamm des Kaitersberges
  • 007 - Auf dem Kaitersbergkamm treffen wir auf den Goldsteig
  • 008 - Herrliche Fernsichten gestattet der Kaitersberg-Panoramaweg

 

Eine der schönsten Panoramarouten im Bayerischen Wald

Der Kaitersberg im nördlichen Bayerischen Wald ist, wie auch der nahegelegene Bergrücken des Hohen Bogen, ein langgezogener Gebirgszug. Seine höchste Erhebung ist der Große Riedelstein, dessen Bergspitze mit 1.132 m über NN das Waldschmidtdenkmal ziert. Eine Wanderung über den Kaitersberg-Panoramaweg ist eine der schönsten Aussichtsrouten im Bayernwald dem Grenzgebirge zwischen Böhmen und Bayern. Mit der Goldsteig-Nordvariante wird dabei der Kamm des Höhenzuges in seiner ganzen Länge überschritten. Traumhafte Fernsichten, gigantische Felsbastionen aus hartem, grauem Gneisgestein, verschlungene holprige Wurzelsteige und kurze Kletterpartien in unwegsamem Gelände sind dabei an der Tagesordnung.

 

Auf holprigen Wurzelpfaden im Goldsteig unterwegs

 

Dieses traumhafte Wanderabenteuer beginnen die Watzmänner an der Tourist-Info in Arrach. Die Bergkameraden folgen der Streckenführung Kaitersberg-Panoramaweges anfangs höhengleich an frühlingshaft aufblühenden Waldsäumen entlang, überschreiten den Arracher Bach und steigen mit einem breiten Waldweg, entlang einer hübschen Birkenallee zum Weiler Simmereinöd auf. Hier ist eine erste Einkehr möglich.

 

 

Der Kaitersberg-Panoramaweg bei Simmereinöd

 
In mehreren, überaus steilen Teilstücken führt die Goldsteig-Zuwegung, jetzt oftmals als schmaler Pfad mit der örtlichen Routenbezeichnung „A6“, bergan. In der Waldgemarkung Hullereben wird eine breite Forstpiste überquert. Ein letzter Steilanstieg, der mit Steinmännchen gekennzeichnet ist, geleitet uns jetzt durch den arg zerzausten Bergwald zum Kamm des Gebirges hinauf.

 



An der Wegverzweigung zur Kötztinger Hütte wird kurze Rast gehalten, um die mitgeführte Brotzeit zu verzehren. Auf eine Hütteneinkehr in der nur 700 Meter entfernt liegenden Wanderhütte unterhalb des Gipfels des Mittagssteins wird in Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit allerdings verzichtet.
 

Traumhafte Aussichten vom Kamm des Kaitersbergs

 
Nach der Wanderpause folgt die Gruppe von jetzt an dem nach links schwenkenden Goldsteig und erreicht kurz darauf die Gratschneide des Kaitersberges. Trotz der etwas diesigen Wetterlage muss man den sich jetzt öffnenden Panoramablick von den Felsen des Steinbühler Gesenkes als einzigartig bezeichnen. Vom herausragenden Aussichtsbalkon windet sich der Weitwanderweg über die Höhe in ein heilloses Gewirr von riesigen Felsbrocken hinein.

Gewaltige Felsbrocken auf dem Goldsteig am Steinbühler Gesenke

 
Es geht über Wurzelstöcke, uraltes und quer zum Pfad liegendes Totholz und mit natürlichen Felsenstufen bergauf und bergab. Oftmals ist die Streckenführung kaum noch erkennbar und die Watzmänner suchen verzweifelt nach dem nächsten Wegezeichen als Orientierungshilfe. Dabei locken links und rechts der Route immer wieder herrliche Fernsichten über diesen Teil des Bayerischen Waldes.


 

Bildergallerie

  • 001 - Start in den Kaitersberg-Panoramaweg an der Tourist-Info in Arrach
  • 002 - Der munter plaetschernde Arracher Bach auf dem Kaitersberg-Panoramaweg
  • 003 - Der Kaitersberg-Panoramaweg bei Simmereinoed
  • 004 - Das Wegezeichen des Kaitersberg-Panoramaweges
  • 005 - Im sonnigen Bergwald auf dem Kaitersberg-Panoramaweg
  • 006 - Steinmaennchen weisen den Weg zum Kamm des Kaitersberges
  • 007 - Auf dem Kaitersbergkamm treffen wir auf den Goldsteig
  • 008 - Herrliche Fernsichten gestattet der Kaitersberg-Panoramaweg

 

 
Nachdem der Bergsattel des Steinbühler Gesenkes hinter uns liegt, gelangen die Goldsteigwanderer in die Nähe der Rauchröhren, einer bizarren Felsformation, die ihresgleichen sucht. Die Rauchröhren waren im Dreißigjährigen Krieg Versteck und Rückzugsgebiet für die darbende Bevölkerung der umliegenden Gehöfte. Damit marodierende Banden die Feuer nicht sahen, bereitete man das Essen zwischen den engen Felsen zu. Allerdings stieg trotzdem der Rauch aus den Felsspalten auf und gab so den „Röhren“ ihren Namen.

Der Goldsteig am Rauchröhrenfelsen

 
Die Streckenführung geleitet die Gruppe bis zum Fuß dieses urigen Felsmassivs. An einer Weggabelung entscheiden sich die Watzmänner für die schwierige Variante. Während die leichtere Route die Rauchröhren nach rechts schwenkend umgeht, führt uns der Goldsteig nun nach links und direkt in die Felsformation hinein. In leichter Kletterei geht es in der Folge über gewaltige Felsblöcke hinweg, mal steil bergan, dann plötzlich wieder tief hinunter über felsige Abstürze. Mehrmals wird sich verstiegen und nach der richtigen Kletterroute gesucht. Schließlich erreichen die Watzmänner den höchsten Punkt der Rauchröhren und genießen eine herausragende Fernsicht bis hin zum Böhmerwald.

 

Herrliche Fernsichten vom Goldsteig bis in den Böhmerwald

  

Dann machen sich die Bergkameraden an den fast alpinen Abstieg durch den kaminartigen Spalt der beiden, dicht beieinander stehenden Kletterfelsen. Auch Alpinisten haben die Rauchröhren inzwischen erobert. Routen aller Schwierigkeitsgrade führen durch die senkrechten Felswände. Auch an diesem Tag hängen mehrere Bergsteiger in der Wand und erproben ihr Klettergeschick. Nach diesem aufregenden Wandererlebnis führt uns der Goldsteig zum Großen Riedelstein hinüber.

 


 

Auf der mit 1.132 Metern über NN höchsten Erhebung des Kaitersberges, dem Großen Riedelstein, hat man zu Ehren des Heimatdichters Maximilian Schmidt ein steinernes Denkmal in Form eines kleinen Türmchens errichtet, zu dem man über Felsenstufen aufsteigen kann. Auch das Riedelstein-Panorama beeindruckt die Watzmänner sehr. Weit schweift der Blick ins Tal, hinüber zum Kleinen Riedelstein und in der Ferne zum Gipfel des Arber und über die endlosen Wälder des einsamen Grenzgebirges zwischen Deutschland und Tschechien.
 

Das Waldschmidtdenkmal auf dem Großen Riedelstein, 1.132 m

 

Am Grossen Riedelstein verlässt die Gruppe den Goldsteig und den Kaitersberg-Panoramaweg. Wir folgen dem örtlichen Wanderweg „A10“ der überaus steil talwärts führt. An bizarren Felsformationen vorbei geht es durch den sonnigen Bergwald hinunter nach Eschlsaign. An der schmucken Dorfkapelle treffen die Bergkameraden wieder auf den Panoramaweg, dem wir zum Ausgangspunkt dieser herrlichen Rundwanderung zur Tourist-Info nach Arrach folgen.

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