Ahrgebirge - Wandermarathon von Ahrbrück nach Sinzig

Art:

Streckenwanderung

Länge:

42 km

Wanderregion:

Ahrgebirge

Schwierigkeitsgrad:

sehr schwer

Bewertung:
Eifel

 

Bildergallerie

  • 001 - Karl-Kaufmann-Weg - Am historischen Richtplatz Auf Wolfsgraben bei Ahrbrueck -
  • 002 - Karl-Kaufmann-Weg - Blick vom Altenburger Horn auf Altenburg -
  • 003 - Karl-Kaufmann-Weg - Die Ahr bei Altenburg -
  • 004 - Karl-Kaufmann-Weg - Die Maternus-Kapelle in Altenburg -
  • 005 - Karl-Kaufmann-Weg - Auf der Ahrbruecke in Altenahr -
  • 006 - Karl-Kaufmann-Weg - Die Bergkameradschaft durchwandert Altenahr am Fusse der Burg Aare -
  • 007 - Ahr-Venn-Weg - Plattige Felsabstuerze der Engelsley ins Langfigtal -
  • 008 - Ahr-Venn-Weg - Die Watzmaenner auf der Ahrbruecke im Langfigtal -

 

1. Teil: Auf dem Karl-Kaufmann-Weg von Ahrbrück nach Altenahr


Die Marathonwanderung 2011 führt die Watzmänner auf zwei Weitwanderwegen des Eifelvereins durch das wildzerklüftete Ahrgebirge. Von Ahrbrück nach Altenahr wird auf dem Karl-Kaufmann-Weg gewandert. Dem Ahr-Venn-Weg folgen die Bergkameraden sodann von Altenahr nach Sinzig. Während im ersten Teil der Strecke bis Ramersbach oftmals schmale, felsige Waldpfade die Streckenführung bestimmen, folgt die Route im zweiten Abschnitt der Marathondistanz von 42 Kilometern recht unspektakulär und höhengleich meist breiten Forstwegen.

 

 

Auf dem historischen Richtplatz bei Ahrbrück


Aus dem Denntal in Ahrbrück steigt die sechsköpfige Wandergruppe auf dem Karl-Kaufmann-Weg zur Silvesterhütte hinauf. Der schmale Pfad windet sich in den Hang hinein und führt durch dichtes Buschwerk überaus steil bergan. Auf der Anhöhe treten die Watzmänner auf eine Freifläche hinaus. Hier erinnern ein Gedenkstein und eine Info-Tafel daran, dass sich im Mittelalter an dieser Stelle ein Richtplatz befunden hat. In der Gemarkung „Auf Wolfsgraben“ wurden seinerzeit Todesurteile vollstreckt und auch Hexen hingerichtet.



Breite Waldwege führen von dieser schaurigen Stätte sodann durch lichte Buchenbestände hinüber zum ersten Aussichtpunkt, dem Altenburger Horn. Aus der Vogelperspektive genießen die Weitwanderer von diesem hohen Felsennest die überaus bemerkenswerten Aussichten über das Ahrgebirge. Während tief unten im Ahrtal die Orte Kreuzberg und Altenburg auf sich aufmerksam machen, ragt weit voraus im Morgendunst der Krausbergturm bei Dernau über den Baumwipfeln empor. Auch Altenahr, die Burg Aare und der felsige Bergrücken der Engelsley können von dieser hohen Warte aus bewundert werden.
 

Traumhafte Aussichten über das Ahrgebirge vom Altenburger Horn


Für den nun folgenden Abstieg vom herausragenden Panoramafelsen wählen der Bergkameraden, abweichend von der Route des Karl-Kaufmann-Weges, einen sich windenden Waldpfad, der sie überaus steil hinab ins Ahrtal und nach Altenburg führt. In dem kleinen Ort wird die Bundesstraße gequert und auf einem schmalen Eisensteg die Ahr überschritten. An der Maternus-Kapelle vorbei folgen die Watzmänner dann wieder dem Karl-Kaufmann-Weg nach Altenahr. 

Die Ahr im wildromantischen Langfigtal


In der engen Schlucht, die der Fluss hier in Jahrmillionen in das harte Schiefergestein gegraben hat, zwängt sich Haus an Haus. Andenkenläden und eine Reihe von Hotelbetrieben bestimmen das Ortsbild. Leider ist es noch zu früh, um in einer der schmucken Winzerschenken Einkehr zu halten. So folgen die Bergkameraden dem Lauf der Ahr an den plattigen Felsstürzen der Engelsley vorbei in das Naturschutzgebiet Langfigtal hinein. Kleine Stromschnellen und winzige Bauminseln wissen hier zu gefallen und seltene Vogelarten, wie Wasseramsel, Eisvogel und Schwarzspecht kann man im Langfigtal noch in freier Wildbahn beobachten.


 

Bildergallerie

  • 001 - Karl-Kaufmann-Weg - Am historischen Richtplatz Auf Wolfsgraben bei Ahrbrueck -
  • 002 - Karl-Kaufmann-Weg - Blick vom Altenburger Horn auf Altenburg -
  • 003 - Karl-Kaufmann-Weg - Die Ahr bei Altenburg -
  • 004 - Karl-Kaufmann-Weg - Die Maternus-Kapelle in Altenburg -
  • 005 - Karl-Kaufmann-Weg - Auf der Ahrbruecke in Altenahr -
  • 006 - Karl-Kaufmann-Weg - Die Bergkameradschaft durchwandert Altenahr am Fusse der Burg Aare -
  • 007 - Ahr-Venn-Weg - Plattige Felsabstuerze der Engelsley ins Langfigtal -
  • 008 - Ahr-Venn-Weg - Die Watzmaenner auf der Ahrbruecke im Langfigtal -
 

2. Teil: Auf dem Ahr-Venn-Weg von Altenahr nach Sinzig


Eine ganze Weile folgen die Watzmänner dem Ahr-Venn-Weg auf einer Pfadspur durch das Langfigtal. Die munter plätschernde Ahr dabei ständig zur linken Seite. Dann wendet sich die Wegführung nach rechts in den Hang hinein. In Serpentinen geht es jetzt steil bergan. Auf einem kleinen Bergrücken angelangt, folgen die Marathonwanderer dem breiten, nach links abzweigenden Waldweg hinauf zum Aussichtspunkt Schrock. Felsformationen ragen jetzt rechts des Weges auf, während links das Gelände fast lotrecht ins Langfigtal abfällt. In einer scharfen Rechtskurve wird auf einer Ruhebank kurze Rast gehalten. Abweichend vom Ahr-Venn-Weg queren wir sodann, dem örtlichen Wanderweg Nr. 8 folgend, auf einem schmalen Saumpfad hinüber zur Mayschoßer Teufelsley.

Idyllische Saumpfade an der Mayschoßer Teufelsley


Eine Besteigung dieser Felsspitze ist wegen den herrlichen Aussichten ins Langfigtal und auf Mayschoß allemal lohnend. Heute verzichten wir jedoch auf den Gipfelanstieg und wandern auf einem uralten, kaum noch begangenen Waldpfad in den steilen Hang hinein. In unzähligen Kehren windet sich der Steig bergan. An Felswänden vorbei und unter umgestürzten Bäumen hindurch mit mehreren herrlichen Aussichten ins Ahrtal, steigen die Bergkameraden recht mühsam zum Schrock hinauf. Von der urigen, windumtosten Schutzhütte fällt der Blick dann überaus bemerkenswert ins Ahrtal hinab, bevor uns ein Felsensteig durch Krüppeleichenbestände noch einmal stark ansteigend und jetzt wieder auf dem Ahr-Venn-Weg, zum Steinerberg hinauf führt.

Bergkameradschaft am Steinerberg


Auf dem Dach der Tour lockt eine Einkehr im Steinerberghaus. Wir hingegen wenden uns nach links und folgen einem breiten Forstweg über den Bergrücken hinweg. Mischwälder und Freiflächen werden im Wechsel durchschritten. Die schönen Einblicke von der Anhöhe ins Heckenbacher Tal genießend, erreichen die Watzmänner kurz darauf Ramersbach. Im Gasthaus Halfenhof wird Mittagseinkehr gehalten.



Danach gehören erdige Pfade und Felsensteige der Vergangenheit an. Fast schnurgerade, höhengleich und wenig spektakulär verläuft der Ahr-Venn-Weg durch den Königsfelder Forst und später durch den Neuenahrer Wald. Eine mächtige, vierstämmige Buche am Wegrand wird von den Bergkameraden bewundert, bevor der Blick über das Ahrtal hinweg auf die Neuenahrer Landskrone fällt, einem herausragenden Aussichtsberg im unteren Ahrtal. In der Nähe von Löhndorf ist noch einmal ein sanfter Anstieg zu meistern, dann wartet der Feltenturm auf die Weitwanderer.
 

Blick vom Feltenturm auf den Zielort Sinzig

 

Von der Aussichtplattform der unschönen Beton-Konstruktion wird der Zielort Sinzig in Augenschein genommen, den die Bergkameraden nach 42 Kilometern und einer reinen Wanderzeit von 08:30 Std. wenig später erreichen. In einer Schenke wird sodann eingekehrt, um auf den bestandenen Härtetest anzustoßen.
       

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