Allgäuer Alpen - Mindelheimer Klettersteig

 

Bildergallerie

 

  • 001 - Im Warmatsgundbachtal auf dem Krumbacher Hoehenweg  -
  • 002 - Blick vom Mindelheimer Klettersteig auf die Fiderepasshuette -
  • 003 - Im Mindelheimer Klettersteig - Aufstieg zum Noerdlichen Schafalpenkopf -
  • 004 - Im Mindelheimer Klettersteig - Kletterei am Noerdlichen Schafalpenkopf -
  • 005 - Im Mindelheimer Klettersteig - Kleiner Ueberhang am Noerdlichen Schafalpenkopf -
  • 006 - Im Mindelheimer Klettersteig - Kletterei am Noerdlichen Schafalpenkopf -
  • 007 - Blick vom Noerdlichen Schafalpenkopf, 2.320 m auf die Fiderepasshuette  -
  • 008 - Im Mindelheimer Klettersteig  ueber den Grat der Schafalpenkoepfe -

 

Über den zerklüfteten Grat der Schafalpenköpfe, 09:00 Std.

 

Der Mindelheimer Klettersteig, ein Klassiker unter den Eisenwegen der Allgäuer Alpen, ist sicherlich eine konditionelle Herausforderung für jeden Klettersteiggeher. Entlang der deutsch-österreichischen Grenze verläuft die rasante Route in ständigem Auf und Ab über den wild zerklüfteten Grat der drei Schafalpenköpfe. Tolle Aussichten auf den Allgäuer Hauptkamm und ins Kleinwalsertal, Steilwände mit ausgesetzten Kletterstellen und ständiger Felskontakt lassen auch verwöhnte Klettersteigler ins Schwärmen geraten.

Luftiger Einstieg in den Mindelheimer Klettersteig

 

Wir beginnen die anstrengende Tagestour an der Bergstation der Kanzelwandbahn. Auf schmalen Bergpfaden wandert die Gruppe durch das Warmatsgundbachtal an der Fiderepasshütte vorbei und sodann hinauf zur Fiderescharte. Hier wird der Einstieg zum Mindelheimer Klettersteig erreicht. Gleich zu Beginn geht es in eine senkrechte Wand hinein. Steigbügel helfen über den kleinen Überhang, eine der Schlüsselstellen im Steig, hinweg. Mehrere luftige Aufschwünge sind noch zu meistern, dann ist der Nördliche Schafalpenkopf erklommen. Hier auf 2.320 Metern genießen wir die traumhaften Fernsichten in die Allgäuer Gipfelrunde mit Hochvogel, Mädelegabel, und Biberkopf. Nach Norden und jenseits des Kleinwalsertales ragt der Hohe Ifen mit seinen senkrecht abfallenden Wänden auf.
 


 

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  • 001 - Im Warmatsgundbachtal auf dem Krumbacher Hoehenweg  -
  • 002 - Blick vom Mindelheimer Klettersteig auf die Fiderepasshuette -
  • 003 - Im Mindelheimer Klettersteig - Aufstieg zum Noerdlichen Schafalpenkopf -
  • 004 - Im Mindelheimer Klettersteig - Kletterei am Noerdlichen Schafalpenkopf -
  • 005 - Im Mindelheimer Klettersteig - Kleiner Ueberhang am Noerdlichen Schafalpenkopf -
  • 006 - Im Mindelheimer Klettersteig - Kletterei am Noerdlichen Schafalpenkopf -
  • 007 - Blick vom Noerdlichen Schafalpenkopf, 2.320 m auf die Fiderepasshuette  -
  • 008 - Im Mindelheimer Klettersteig  ueber den Grat der Schafalpenkoepfe -


Über den gezackten Gipfelgrat geht es sodann wieder bergab. Auch hier haben die Erbauer mit Eisen nicht gespart und Steighilfen in den lotrechten Fels getrieben. An allen kniffligen Stellen im Mindelheimer Klettersteig findet man fest verankerte Drahtseile, Stahlstifte oder Eisenbügel vor. So ist die 1975 errichtete und im Jahre 2007 vollkommen sanierte Steiganlage hervorragend gesichert.

 

Über den Zackengrat der Schafalpenköpfe fällt der Blick auf den Hohen Ifen

  

Nachdem die Gruppe zwei Steilabstiege hinter sich gelassen hat, wird Gehgelände erreicht. Hier kann man sich vom Klettern ein wenig erholen und die herrlichen Blicke ins Wildental genießen. Im weiteren Verlauf geht es entlang des Grates und über eine imposante Leiterbrücke hinüber zum Mittleren Schafalpenkopf, dessen gewaltiger Pfeiler jetzt vor den Kletterern aufragt.

 

Kletterei am Pfeiler des Mittleren Schafalpenkopfes

  

Über Eisenbügel steigen wir noch einmal in eine Scharte ab, um dann in die steilen Wände hineinzuklettern. Eisennägel helfen über ein kurzes, besonders ausgesetztes Stück hinweg. Ein enger, seilgesicherter Kamin muss auf diesem Teilabschnitt ebenfalls durchstiegen werden und zum Schluss wird noch eine 60 Grad geneigte Felsenplatte überwunden. Nach diesen etwas anspruchsvollen Passagen wird der zweite Gipfel erreicht. Auch vom 2.302 Meter hohen Mittleren Schafalpenkopf sind die Aussichten überwältigend. Über die Nordabstürze fällt der Blick ins Wildental und nach Süden hin ragt im gleißenden Sonnenlicht der Allgäuer Hauptkamm auf.
 


 

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Nach kurzer Rast wird die Gipfelkrone des Mittleren Schafalpenkopfes überschritten. Schon wartet wieder ein 160 Meter tiefer Steilabstieg auf die Kletterer, der mittels Steigbügeln und Trittstiften entlang einer senkrecht abfallenden Felswand im Rückwärtsklettern gemeistert werden muss. Trittsicher und schwindelfrei sollte man daher schon sein, wenn man im Mindelheimer unterwegs ist, denn der Blick in den Abgrund ist zumindest für Anfänger ein wenig beängstigend. Um eine Scharte zu queren, ist zudem noch ein gewaltiger Spreizschritt erforderlich.

 

Leiterbrücke im Mindelheimer Klettersteig

  

Im unteren Abschnitt führen im Gehgelände schmale Pfade weiter bergab und dann wieder in leichter Kletterei höhengleich am Grat entlang. Schließlich wird der Einstieg in die Wand zum Südlichen Schafalpenkopf erreicht. Im steilen Fels ist gleich zu Beginn eine Scharte zu durchklettern, die letztendlich in einen engen Spalt hineinführt. Um diesen Engpass zu überwinden, ist ungesicherte Kletterei bis hin zum II. Grad erforderlich. Weiter oben geht es dann wieder leichter in den plattigen Fels hinein. Hier sind die Sicherungen sehr üppig gesetzt und es macht tierischen Spaß über Stahlbügel zum dritten Gipfel des Tages aufzusteigen. Aus einer Höhe von 2.272 Metern genießen wir vom Südlichen Schafalpenkopf erneut das herrliches Gipfelpanorama der Allgäuer Alpenkette.

 

Gipfelpanorama vom Südlichen Schafalpenkopf

  

Der Blick schweift hinüber zur Rappenseehütte am Fuße des Biberkopfes. Dabei werden Erinnerungen wach an die Bergwanderung des Wanderjahres 2000 über den Heilbronner Höhenweg. Der nun folgende unweigerliche Abstieg gestaltet sich anfangs recht einfach. Erst im unteren Bereich ist im Rückwärtsgang durch eine ungesicherte Rinne abzuklettern. Hier muss man sich die Tritte im Fels selber suchen. Auch ein fest verankertes Drahtseil sucht man hier vergebens.
 


 

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Dann haben wir den Mindelheimer Klettersteig hinter uns gelassen. Über Grasflanken steigt die Gruppe noch zum 2.192 Meter hohen Kemptner Köpfle auf. Von der felsigen Bergspitze mit dem imposanten Gipfelkreuz fällt der Blick erstmals auf die Mindelheimer Hütte. Aber die Zeit drängt! Wer diese Tour, so wie wir, ohne Hütteneinkehr und Übernachtung plant, dem steht noch ein langer Abstieg bevor. Schnell lassen wir daher den Gipfel hinter uns und wandern von der Kemptner Scharte in Serpentinen steil bergab in das Wildental hinein.

 

Blick zurück auf den imposanten Gipfel des Kemptner Köpfls, 2.192 m 

  

Die Bäume zeigen sich schon herbstlich bunt und der kleine Wasserfall des Wildenbaches stürzt am Wegrand rauschend zu Tal. Nach insgesamt neun Stunden erreichen wir müde und geschafft den Zielort Mittelberg. Wir schauen auf einen traumhaften Bergtag zurück. Was liegt näher, als mit Bergführer Bruno Bayer einzukehren, um auf dieses herrliche Bergerlebnis anzustoßen und ihm für seine tolle Führung Dank auszusprechen.      

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