Osteifel - Rheinburgenweg VIII. Von Andernach nach Sinzig

Art:

Streckenwanderung

Länge:

29 km

Wanderregion:

Rheintal

Schwierigkeitsgrad:

sehr schwer

Bewertung:
Eifel


Unverständlicher Weise fällt die Route kurz darauf ins Rheintal ab, berührt die Ortschaft Namedy, um dann wieder Schweiß treibend zum Hüttenhof hinauf zu steigen. In der Folge bewegen wir uns auf asphaltierten Wirtschaftswegen über eine weitläufige Hochfläche hinweg. Dabei fällt der Blick auf die umliegenden Erhebungen der Osteifel. Der Rheinburgenweg führt die Watzmänner am Geishügelhof mit seinem kleinen, zwischen zwei mächtigen Nadelbäumen eingezwängten Kapellchen vorbei.

Kapelle am Geishügelhof


Hinter dem Knopshof geht es dann wieder in den winterlichen Laubwald hinein. Den Vulkankegel der Hohen Buche lassen die Bergkameraden rechts liegen. Hinweistafeln, auf mächtige Basaltblöcke montiert, wissen wenig später Interessantes über den Vulkanismus der Region zu berichten. Dann verläuft die Strecke auf einer Länge von 400 Metern durch alte, aufgelassene Steinbrüche. Verwitterte Schlagspuren der Keilspaltentechnik zeugen davon, dass hier die Römer schon das vulkanische Basaltgestein der Hohen Buche gebrochen und zum Brückenbau nach Trier transportiert haben. Im 19. Jahrhundert hat man dann Bohrlöcher mit Schwarzpulver gefüllt und den Basalt abgesprengt. Auch hier vermitteln Interessante Beschilderungen alles Wissenswerte über die verschiedenen Abbautechniken.

Im römischen Basaltsteinbruch


Vom römischen Basaltsteinbruch führen dann breite Forstwege am Alkerhof vorbei hinüber zum Dicktberg. Erneut wird es geschichtsträchtig. Eine Hinweistafel macht die Wanderer darauf aufmerksam, dass die kaum noch erkennbaren Wälle im Nadelwald zu den Befestigungsanlagen der keltischen Fliehburg "Auf der Dickt" gehörten. Schließlich treten die Bergkameraden aus dem Wald heraus und genießen ein atemberaubendes Rheinpanorama. Tief unten im Flusstal liegt die Ortschaft Brohl-Lützing und weit voraus fällt der Blick ins rechtsrheinische Siebengebirge hinein.

Rheintalblick vom Dicktberg

 

Beim nun folgenden Abstieg durch die Flanke des Dicktberges über die sogenannte Eselstreppe zeigt das Rheinische-Schiefergebirge seine Zähne. In Stein gehauene Felsenstufen, versehen mit einem Drahtseil führen steil bergab. Schmale Wurzelsteige geleiten die Watzmänner dann am Grat entlang, auf dem sich eine sturmzerzauste Bundesflagge knatternd in den Wind dreht. Linker Hand fällt dabei der Blick ins Brohltal, während zu rechten Seite Vater Rhein immer näher rückt. Auf dem sich talwärts windenden Serpentinenpfad wird noch ein hölzerner Aussichtspavillon passiert, bevor die Gruppe in die Ortschaft Brohl-Lützing gelangt.

 

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