Moselsteig-Seitensprung Cochemer Ritterrunde

Art:

Rundwanderung

Länge:

17 km

Wanderregion:

Moselsteig-Seitensprung

Schwierigkeitsgrad:

schwierig

Bewertung:
Eifel

 

Bildergallerie

 

  • 001 - Start in die Ritterrunde in der Altstadt von Cochem
  • 002 - Der Endertbach wird ueberschritten
  • 003 - Muehsamer Aufstieg zum Pinnerkreuz
  • 004 - Erste herausragende Talblicke
  • 005 - Treppenstufen beim Aufstieg zum Pinnerkreuz
  • 006 - Blick moselabwaerts vom Pinnerkreuz
  • 007 - Felsensteige am Pinnerkreuz
  • 008 - Blick auf Cochem vom Aussichtspunkt Pinnerkreuz

 

Einblicke ins Mittelalter verbunden mit Ausblicken ins Moseltal

 

Die Cochemer Ritterrunde, ein Seitensprung des Moselsteiges, verbindet die Einblicke ins Mittelalter mit den herrlichen Ausblicken ins Moseltal in besonderem Maße. In ständigem Auf und Ab und überaus abwechslungsreich läuft die 17 Kilometer lange Route durch die hügelige Moseleifel. Auf schmalen Pfaden und felsigen Steigen geht es durch Steilhänge, enge Kerbtäler und an kleinen Gewässern entlang. Zwei mittelalterliche Gemäuer, die Ruine Winneburg und die Reichsburg Cochem sind in die Streckenführung eingebunden und tragen zu einem herausragenden Wandererlebnis bei.

Das massige Burgtor der Ruine Winneburg

  

In der Fußgängerzone von Cochem starten die Watzmänner in den  Moselsteig-Seitensprung Cochemer Ritterrunde und überschreiten an der Sesselbahntalstation den rauschenden Endertbach. Dann steigen die Wanderer in Serpentinen über Treppenstufen und felsige Steige überaus steil und mühsam zum Pinnerkreuz hinauf. Hier wird die fünfköpfige Gruppe mit einer herrlichen Aussicht über die Kreisstadt Cochem belohnt.

Blick vom Pinnerkreuz auf Cochem

 

Von der exponierten Felsenkanzel mit ihrem weithin sichtbaren Gipfelkreuz fällt der Blick auch auf die Reichsburg, die auf einem Bergkegel über der Stadt Cochem thront. Eine ganze Weile erfreuen sich die Bergkameraden an dem beeindruckenden Moselpanorama und folgen dann der Ritterrunde weiter bergwärts über felsige Steige und Treppenstufen in den Moselhang hinein.


 

Bildergallerie

 

  • 001 - Start in die Ritterrunde in der Altstadt von Cochem
  • 002 - Der Endertbach wird ueberschritten
  • 003 - Muehsamer Aufstieg zum Pinnerkreuz
  • 004 - Erste herausragende Talblicke
  • 005 - Treppenstufen beim Aufstieg zum Pinnerkreuz
  • 006 - Blick moselabwaerts vom Pinnerkreuz
  • 007 - Felsensteige am Pinnerkreuz
  • 008 - Blick auf Cochem vom Aussichtspunkt Pinnerkreuz
 

Kurz darauf gelangen die Wanderer an die Bergstation der Sesselbahn. Scharf links schwenkend verlässt die Cochemer Ritterrunde hier den Moselsteig und läuft ebenen Fußes auf einem schmalen, wunderschönen Waldpfad durch den lichten Forst. Ein enges Seitental durch das sich ein plätschernder Bach talwärts windet wird gequert, bevor die Watzmänner leicht ansteigend zu dem aussichtsreichen Felsensporn der Wackeley gelangen.

 

Die Burgruine Winneburg vom Aussichtspunkt Wackeley

  

Die Ruine Winneburg ist von hier aus bereits gut zu sehen. Auf gleicher Höhe ragt sie jenseits des Enderttales auf. Auch ein Blick nach links ist überaus bemerkenswert. Weit in der Ferne zeigen sich die Reichsburg, ein Teil der Stadt Cochem und natürlich die Mosel. Auf steinigen Pfaden geht es vom Wackeleyfelsen in endlosen Serpentinen jetzt steil bergab. Am Hotel Winneburg wird eine Straße gequert, um dann auf breiten, windungsreichen Waldwegen zur Ruine Winneburg hinauf zu steigen. Ein kurzer, überaus lohnender Abstecher von der eigentlichen Route bringt uns zur Burg hinüber.

 

Der Bergfried der Burgruine Winneburg

 

Wir betreten das Gemäuer über eine lange Holzbrücke, die den Burggraben überwindet und gelangen dann durch das massige Burgtor in den Innenhof, um dort ausgiebige Wanderrast zu halten. Die Winneburg wurde Mitte des 13. Jahrhunderts etwa 80 Meter über dem Endertbach auf einem Bergvorsprung errichtet. Nachdem die Burg im pfälzischen Erbfolgekrieg im Jahre 1689 von französischen Reitertruppen zerstört wurde, verfiel das Gemäuer.

Das schön gestaltete Wappen der Burgruine Winneburg

 

Heute befindet sich die Winneburg im Besitz der Stadt Cochem. Nachdem wir festgestellt haben, dass man den 22 Meter hohen Bergfried leider nicht besteigen kann, lassen wir die Feste hinter uns und wandern zum Hauptweg zurück.


 

Bildergallerie

 

  • 001 - Start in die Ritterrunde in der Altstadt von Cochem
  • 002 - Der Endertbach wird ueberschritten
  • 003 - Muehsamer Aufstieg zum Pinnerkreuz
  • 004 - Erste herausragende Talblicke
  • 005 - Treppenstufen beim Aufstieg zum Pinnerkreuz
  • 006 - Blick moselabwaerts vom Pinnerkreuz
  • 007 - Felsensteige am Pinnerkreuz
  • 008 - Blick auf Cochem vom Aussichtspunkt Pinnerkreuz

Ein Seitental wird jetzt umrundet. Dann fällt der Seitensprung auf einem schmalen Steiglein überaus steil ins Tal hinab. Aus dem Talgrund ist die Ruine Winneburg noch einmal zu sehen, bevor wir das Winzerhaus erreichen. Nach einem scharfen Rechtsknick geht es durch ein bewaldetes Kerbtal mit der Bezeichnung "In der Faitsch" auf einem breiten Forstweg und entlang eines quirligen Bachlaufes, gleich wieder steil bergauf.

Die Bergkameraden steigen zu den Moselhöhen hinauf

 

Vom Aussichtspunkt Wilhelmshöhe fällt der Blick dann über sommerliches Geäst ins weit entfernte Moseltal. Eine Schutzhütte bietet sich hier zur Rast an. In dem folgendenTeilabschnitt tritt die Ritterrunde am Antoniuskopf, dem höchsten Punkt des Seitensprungs, aus dem Wald heraus und läuft an Waldsäumen entlang. Fernblicke bis weit in den Hunsrück hinein sind hier bei klaren Wetterverhältnissen möglich. Schließlich wird eine Asphaltstraße gequert, um dem Wegweiser in das Märtschelttal zu folgen.

 

Von der Wilhelmshöhe fällt der Blick ins weit entfernte Moseltal

 

Erneut überrascht uns die Ritterrunde mit einer genialen Wegführung. Die Route läuft unterhalb der Gratschneide sanft abfallend durch den Steilhang. Während rechter Hand das Gelände ins Bodenlose fällt, ragen linker Hand kleine Felsen auf. Der von Hecken und Krüppeleichen gesäumte Pfad führt uns zur Hubertushöhe hinüber.

 

Blick von der Hubertushöhe ins Moseltal und auf die Reichsburg Cochem

 

Vom Geländer bewährten Aussichtspunkt fällt der Blick recht spektakulär und aus dieser Perspektive ziemlich ungewohnt auf die Reichsburg und ins Moseltal. So nutzen wir die günstige Gelegenheit und halten noch einmal Wanderrast in der dortigen Schutzhütte.


 

Bildergallerie

 

  • 001 - Start in die Ritterrunde in der Altstadt von Cochem
  • 002 - Der Endertbach wird ueberschritten
  • 003 - Muehsamer Aufstieg zum Pinnerkreuz
  • 004 - Erste herausragende Talblicke
  • 005 - Treppenstufen beim Aufstieg zum Pinnerkreuz
  • 006 - Blick moselabwaerts vom Pinnerkreuz
  • 007 - Felsensteige am Pinnerkreuz
  • 008 - Blick auf Cochem vom Aussichtspunkt Pinnerkreuz

Von der Hubertushöhe geht es windungsreich bergab. Im Talgrund wird der Märtscheltbach überschritten. Noch einmal wandert die Gruppe bergan. Ein Bergsattel ist noch zu überwinden. Dann läuft die Ritterrunde mit einem üblen Schotterweg sanft talwärts in Richtung Cochem und gibt schließlich den Blick frei auf die Reichsburg.

Die Bergkameraden an der Reichsburg bei Cochem

 

Sie wurde als Zollburg um das Jahr 1100 erbaut und im 17. Jahrhundert zerstört. Der Kommerzienrat Louis Ravené ließ die heutige Reichsburg im Jahre 1868 im neugotischen Stil wieder aufbauen. Sie ist heute im Besitz des Landes Rheinland-Pfalz und kann besichtigt werden. Wir steigen natürlich zu der imposanten Burganlage hinauf und genießen die herrliche Aussicht ins Moseltal.

Blick von der Reichsburg ins Moseltal und auf Cochem

 

Die Stadt Cochem und das Moseltal liegen uns zu Füßen. Ebenfalls gut auszumachen und zu bewundern sind die Aufstiegsroute der Ritterrunde zum Pinnerkreuz und die Burgruine Winneburg. Auch ein Blick moselaufwärts hinüber zur Brauselay am gegenüber liegenden Moselufer erweist sich als überaus lohnend. Über Treppen und durch die engen Gassen der Altstadt gelangen wir zum historischen Marktplatz von Cochem, wo diese herrliche Wanderung über die Cochemer Ritterrunde in einem gemütlichen Cafe ihr Ende findet.

Auf dem historischen Marktplatz von Cochem

 


Zusammenfassende Bemerkungen der Bergkameradschaft:

 

Wer eine Rundwanderung im Moseltal einer Streckenwanderung mit Bahntransport über den Moselsteig vorzieht, der ist sicherlich begeistert von der Cochemer Ritterrunde. Überaus abwechslungsreich und mit einer Routenführung in Premiumqualität geht es bergauf und bergab durch diesen Teil der Moseleifel. Konditionell recht anspruchsvoll führt die Route an zwei mittelalterlichen Burganlagen vorbei, die jede für sich zu gefallen weiß und herausragende Akzente setzt. Besonders die einsam und versteckt im Wald liegende Winneburg beeindruckt sehr. Aber auch die schönen Panoramablicke vom Pinnerkreuz und von der Reichsburg ins Moseltal sind Glanzpunkte in der Streckenführung. Beste Jahreszeit ist sicherlich der bunte Herbst, um diese tolle Runde in Angriff zu nehmen. Wer den direkten, ziemlich mühsamen Steilanstieg zum Pinnerkreuz zu Beginn der Tour scheut, kann den Sessellift benutzen und sich gemütlich zu dem herrlichen Aussichtspunkt hinauf schaukeln lassen.

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