Vulkaneifel - Gerolsteiner Dolomiten-Acht

Art:

Rundwanderung

Länge:

20 km (2 Runden zu je 10 km)

Wanderregion:

Vulkaneifel

Schwierigkeitsgrad:

mittel

Bewertung:
Eifel

 

Bildergallerie

 

  • 001 - Bergkameraden beim Start in den Gerolsteiner Keltenpfad
  • 002 - An der Bueschkapelle (Archivbild)
  • 003 - Auf dem Keltenpfad am Davidskreuz
  • 004 - Watzmaenner beim Aufstieg zur Dietzenlay
  • 005 - Der Aussichtsturm auf der Dietzenlay
  • 006 - Auf der Dietzenlay
  • 007 - Herrliche Fernsichten von der Dietzenlay
  • 008 - Auf der Dietzenlay

 

1. Teil: Mit dem Keltenpfad über die Dietzenley zur Löwenburg

Zwei auf einen Streich, lautet das Motto der Gerolsteiner Dolomiten-Acht, sind doch in die etwa zwanzig Kilometer lange Wanderung gleich zwei Premiumwanderrouten eingebunden. Ausgehend vom Start- und Zielort Gerolstein werden der Keltenpfad und der Gerolsteiner Felsenpfad, beides Partnerwege des Eifelsteigs, in Form einer stilisierten "8" durchwandert. Während die Keltenpfadrunde südlich des Eifelstädtchens über den erloschenen Vulkan Dietzenley und durch das Naturschutzgebiet Heiligenstein läuft, führt uns die Schleife des Felsenpfades nördlich von Gerolstein durch die Dolomiten und hinüber zur Kasselburg.

 

Blick von der Löwenburg auf die Gerolsteiner Dolomiten

 

Wer sich also nicht scheut, die beiden kurzweiligen Vulkaneifelpfade zusammen zu legen und am gleichen Tag zu erwandern, der kann sich an einer abwechslungsreichen Route erfreuen, die herrliche Fernsichten zu bieten hat. Aber auch geschichtshungrige Wanderfreunde kommen auf ihre Kosten, liegen doch zwei mittelalterliche Gemäuer am Weg und eine eiszeitliche Höhle kann erkundet werden.

Auf dem Felsenpfad an der Buchenlochhöhle

 

Startpunkt in die Gerolsteiner Dolomiten-Acht ist die Tourist-Information am Bahnhof in Gerolstein Von hier aus folgen wir dem Keltenpfad durch die Fußgängerzone und steigen alsbald über Treppenstufen des ehemaligen Rosengartens in den Hang hinein. Von hier aus fällt zum ersten Mal der Blick auf die Gerolsteiner Dolomiten, die jenseits des Talkessels aufragen. Über breite Waldwege und durch lichten Hochwald wandern wir zur Büschkapelle.

 


Der Keltenpfad führt an der Büschkapelle vorbei (Archivbild)

 

Die beliebte Marien-Wallfahrtskirche liegt recht idyllisch mitten im Gerolsteiner Stadtwald. Sie wurde im Jahre 1681 von den Grafen der Löwenburg gestiftet zum Dank für eine wundersame Errettung aus einem räuberischen Überfall.



Bildergallerie

 

  • 001 - Bergkameraden beim Start in den Gerolsteiner Keltenpfad
  • 002 - An der Bueschkapelle (Archivbild)
  • 003 - Auf dem Keltenpfad am Davidskreuz
  • 004 - Watzmaenner beim Aufstieg zur Dietzenlay
  • 005 - Der Aussichtsturm auf der Dietzenlay
  • 006 - Auf der Dietzenlay
  • 007 - Herrliche Fernsichten von der Dietzenlay
  • 008 - Auf der Dietzenlay

 

Hinter der Kapelle läuft der Keltenpfad auf breiten Waldwegen mit dem Eifelsteig am Grafenkreuz vorbei. Sanft ansteigend gelangt die Wandergruppe alsbald zur Wegespinne am Davidskreuz. Hier folgen die Watzmänner links schwenkend der Eifelsteigroute, die zur 618 m hohen Dietzenley hinauf führt. Bei dem lang gestreckten Höhenzug handelt es sich um die höchste Erhebung des Gerolsteiner Landes. Über einen schmalen Pfad und einige, wenige Treppenstufen steigen wir zum "Gipfel" des breiten Bergrückens auf.
 

Der hölzerne Aussichtsturm auf der Dietzenley, 618 m

 

Auf der Freifläche, die kurz darauf erreicht wird, erwartet uns ein kleiner Aussichtsturm, von dessen Plattform die Panoramablicke auf die umliegenden Eifelhöhen, die Kasselburg und den Ort Niedereich einzigartig sind. Die Dietzenley gehört zu einer Kette von vulkanischen Kegelbergen, die in der Erdneuzeit entstanden sind. Frühgeschichtliche Reste eines Ringwalls bezeugen, dass bereits die Kelten den Höhenzug besiedelten.

Traumhafte Fernsichten von der Dietzenley

 

Nachdem wir die herrlichen Aussichten eine Weile genossen haben, gönnen wir uns zu Füßen des Aussichtsturmes eine wohlverdiente Pause. Dann folgen wir dem Keltenpfad zum Heiligenstein hinüber, einer weiteren vulkanischen Erhebung im Gerolsteiner Stadtwald.

Bizarre Felsformationen im Naturschutzgebiet Heiligenstein

 

Von seinem markanten Aussichtspunkt fällt der Blick hinab ins Kylltal und auf den Ort Pelm. Deutlich ist im Berghang über dem Ort die Kasselburg zu sehen. Vom Heiligenstein geht es dann über windungsreiche Waldpfade zu Tal. Rechts und links des Weges ragen überaus sehenswerte, bizarre Felswände mit Nischen, Spalten und Schründen auf. Noch einmal wandern die Bergkameraden kurz bergauf, bevor sie das Ruinengelände der Gerolsteiner Löwenburg betreten.

Auf der Löwenburg hoch über Gerolstein

 

Sie wurde um 1100 durch Gerhard von Blankenheim erbaut und heißt eigentlich Burg Gerhardstein. Durch Blitzeinschlag in den Pulverturm im Jahre 1670 wurde die einst stolze Feste stark beschädigt. Heute ist von der eigentlichen Burg außer ein paar Ruinenresten nicht mehr viel zu sehen. Allerdings ist die Aussicht vom Burgberg auf das Eifelstädtchen und die Gerolsteiner Dolomiten überaus bemerkenswert. Nach dem Abstieg von der Burg wendet sich die Wandergruppe jetzt dem Felsenpfad und den Gerolsteiner Dolomiten zu.


 

Bildergallerie

 

  • 001 - Bergkameraden beim Start in den Gerolsteiner Keltenpfad
  • 002 - An der Bueschkapelle (Archivbild)
  • 003 - Auf dem Keltenpfad am Davidskreuz
  • 004 - Watzmaenner beim Aufstieg zur Dietzenlay
  • 005 - Der Aussichtsturm auf der Dietzenlay
  • 006 - Auf der Dietzenlay
  • 007 - Herrliche Fernsichten von der Dietzenlay
  • 008 - Auf der Dietzenlay

2. Teil: Mit dem Felsenpfad durch die Gerolsteiner Dolomiten zur Kasselburg

Die aus der Landschaft herausragende Felsformation der Gerolsteiner Dolomiten bildete sich vor etwa 380 Millionen Jahren. Die Felsen entstanden aus Korallen und waren einst ein Kalkriff in einem tropischen Flachmeer. Heute steigen die fast senkrechten Wände ca. 100 Meter über dem Kylltal auf und prägen diesen Teil der Vulkaneifel rund um das Eifelstädtchen Gerolstein. Zwischen Haselnusssträuchern und üppiger Vegetation wandern wir über einen schmalen Pfad am Fuße der gewaltigen Kalkfelsen entlang

 

Eine Felsformation der Gerolsteiner Dolomiten

 

Wenig später wendet sich der Saumpfad nach rechts in den Wald hinein. Durch hoch aufragende Buchenbestände und entlang wilder Felsgebilde führt der Weg serpentinenartig bergan zum Aussichtspunkt auf der 523 Meter hohen Munterley, dem markanten Hauptfelsen der Gerolsteiner Dolomiten. Vom Felsenplateau fällt der Blick ins Kylltal und auf Gerolstein. Auch die Dietzenley und der Heiligenstein, die wir im ersten Teil der Wanderung angelaufen haben, sind jenseits des Tales gut auszumachen.
 

Panoramablick von der Munterley auf Gerolstein und ins Kylltal

 

Im weiteren Verlauf folgt die Gruppe fast ebenen Fußes dem Felsenpfad hinüber zur Buchenlochhöhle. Wie alte Funde zeigen, wurde die 36 Meter lange Karsthöhle schon in der Jungsteinzeit von Menschen bewohnt. Heute ist sie über einen schmalen Treppenaufgang zugänglich und mittels einer mitgeführten Taschenlampe auch vollständig begehbar.

In der ganzjährig begehbaren Buchenlochhöhle

 

Die Wegführung folgt nun schmalen, windungsreichen Waldpfaden bis zur Papenkaule, einem Trockenmaar, das durch die Explosion eines Vulkanes vor 10.000 Jahren entstanden ist.



Bildergallerie

 

  • 001 - Bergkameraden beim Start in den Gerolsteiner Keltenpfad
  • 002 - An der Bueschkapelle (Archivbild)
  • 003 - Auf dem Keltenpfad am Davidskreuz
  • 004 - Watzmaenner beim Aufstieg zur Dietzenlay
  • 005 - Der Aussichtsturm auf der Dietzenlay
  • 006 - Auf der Dietzenlay
  • 007 - Herrliche Fernsichten von der Dietzenlay
  • 008 - Auf der Dietzenlay


Als nächstes Highlight wird der Geoacker angelaufen. Der Naturerlebnispark wurde für Familien mit Kindern angelegt. Aber auch Hobbygeologen können hier graben und nach Fossilien suchen. Jetzt ist es nicht mehr weit bis zur Kasselburg. Die trutzige Wehranlage wurde 1251 erstmals urkundlich erwähnt. Ihr herausragendes Kennzeichen ist der 37 Meter hohe Doppelturm, den die Herren zu Blankenheim wahrscheinlich im 14. Jahrhundert errichten ließen und der als Tor- und Wohnturm Verwendung fand. Die Kasselburg ist heute Bestandteil des Adler- und Wolfsparks. Burg und Park sind gegen einen Obolus von 7,- € für Besucher zugänglich.

Die Kasselburg bei Pelm

 

Nach ausgiebiger Rast im Burgrestaurant setzen wir unsere Wanderung fort und gelangen kurz darauf, diesmal von der anderen Seite, erneut zu den Kletterfelsen der Gerolsteiner Dolomiten. Wie die vielen Seilhaken im Dolomitgestein zeigen, haben sich die lotrechten Wände zu einem wahren Eldorado für Alpinisten entwickelt. Kletterrouten aller Schwierigkeitsgrade führen durch den ca. 50 - 60 Meter hohen Fels. Zum Abschluss der Gerolsteiner Dolomiten-Acht wandern die Watzmänner über einen schmalen Pfad unterhalb der Steilwände von Husley und Munterley, bevor es durch eine Baumallee mit knorrigen Eichen zum Ausgangspunkt am Bahnhof von Gerolstein zurückgeht.

Auf dem Felsenpfad am Trockenmaar Papenkaule

 

 

Zusammenfassende Bemerkungen der Bergkameradschaft:

 

Wer die Region rund um Gerolstein geschichtlich erkunden und die bizarren Felsformationen der Dolomiten an einem Tag erwandern möchte, der ist mit der Rundwanderung "Gerolsteiner Dolomiten-Acht" auf dem richtigen Weg. Im ersten Teil der Runde stehen die vulkanischen Tätigkeiten der Dietzenley und des Heiligensteins auf dem Programm des Keltenpfades, während der Felsenpfad im Anschluss daran herausragende Erkenntnisse über das Erdzeitalter vermittelt, in dem sich rund um Gerolstein noch ein tropisches Flachmeer ausbreitete. Grandiose Fernsichten und die Besichtigung der Kasselburg, verbunden mit einer Flugvorführung der Raubvögel im angrenzenden Adler- und Wolfspark, machen diese Tour zu einem herausragenden Wandererlebnis in der Vulkaneifel.

 

Tipp: In der Tourist-Info am Bahnhof erhält man gegen eine Schutzgebühr von 0,50 € eine Übersichtskarte zum Gerolsteiner Kelten- und Felsenpfad.

 

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