Schluchtensteig 3. Etappe Lenzkirch - St. Blasien

Art:

Streckenwanderung

Länge:

27 km

Wanderregion:

Südschwarzwald

Schwierigkeitsgrad:

schwer

Bewertung:
Schwarzwald

 

Bildergallerie

 


  • 001 - Start in die 3. Etappe am Rathaus von Lenzkirch
  • 002 - Altes Muehlrad in Lenzkirch
  • 003 - Blick vom Schluchtensteig zurueck auf Lenzkirch
  • 004 - Auf dem Stoecklebergweg
  • 005 - Bergkameraden an der Cyriakskapelle in Schwende
  • 006 - Brunnen auf dem Fischbacher Hoechst, 1.115 m
  • 007 - Schwarzwaelder Bauernhaus in Fischbach
  • 008 - Auf dem Bildsteinweg

Über den Fischbacher Höchst zum Schluchsee und nach St. Blasien

 

Fast schluchtenfrei aber niemals langweilig geht es zu auf der 3. Etappe des Schluchtensteigs von Lenzkirch nach St. Blasien. Breite Wald- und Wiesenwege führen in einem strammen Anstieg zum Fischbacher Höchst hinauf. Über die Höhenzüge des Südschwarzwaldes führt die Route dann hinab zum Schluchsee und in einem dramatischen Ausstiegsszenario durch die Windbergschlucht nach St. Blasien mit seinem frühklassizistischen Dom.

 

Das Wegezeichen des Schluchtensteigs

 

Dabei läuft die Route durch liebliche Täler, über naturbelassene Hochweiden und an uralten Schwarzwälder Einödhöfen vorbei. Traumhafte Aussichten von den Erhebungen des Naturparks Südschwarzwald jenseits der 1.100er Marke und die Tiefblicke auf den Schluchsee sind das Salz in der Suppe auf diesem schönen Teilabschnitt.


Blick vom Schluchtensteig auf den Schluchsee

 

Am Rathaus von Lenzkirch starten die Watzmänner in die 3. Etappe des Fernwanderweges und folgen der Beschilderung am Geopark vorbei. Auf asphaltiertem Grund steigt die Route recht steil in den Hang hinein und gestattet einen letzten Blick auf den schmucken Schwarzwaldort, bevor die Route auf schmalen Waldpfaden in den lichten Forst hinein steigt.

Der Schwarzwaldort Lenzkirch vom Schluchtensteig


Mit dem Stöcklerbergrundweg geht es stetig bergan. Jetzt, am frühen Morgen ist dieser lang anhaltende Aufstieg noch locker zu meistern. Wehe, man ist hier in der gleißenden Mittagssonne unterwegs. Unterhalb des Weilers Schwende treffen die Bergkameraden auf die St. Cyriaks Kapelle. Auf der Sitzbank vor dem kleinen Kirchlein wird eine kurze Verschnaufpause eingelegt und ein großer Schluck aus der Trinkflasche genommen



Bildergallerie

 


  • 001 - Start in die 3. Etappe am Rathaus von Lenzkirch
  • 002 - Altes Muehlrad in Lenzkirch
  • 003 - Blick vom Schluchtensteig zurueck auf Lenzkirch
  • 004 - Auf dem Stoecklebergweg
  • 005 - Bergkameraden an der Cyriakskapelle in Schwende
  • 006 - Brunnen auf dem Fischbacher Hoechst, 1.115 m
  • 007 - Schwarzwaelder Bauernhaus in Fischbach
  • 008 - Auf dem Bildsteinweg

 

Nach der Trinkpause wandern wir an den schmucken Bauernhöfen von Schwende vorbei. Ausgangs des kleinen Weilers kann man auf einer Seehöhe von 1.000 Metern  im "Käskessele" des Schwendehofes Käse erwerben und so seinen Proviantvorrat für die restlichen Etappen des Schluchtensteiges ergänzen. Hinter dem Schwendehof geht es noch einmal sehr steil und mühsam bergauf. Dann ist der Fischbacher Höchst mit seinen 1.110 Höhenmetern erstiegen. Neben einem Sportplatz trifft man hier auf eine Schutzhütte und einen Brunnen mit erfrischendem Quellwasser.
 

Brunnen mit erfrischendem Quellwasser auf dem Fischbacher Höchst, 1.110 m

 

Hier wird große Wanderrast gehalten, der mitgeführten Marschverpflegung zugesprochen und am munter plätschernden Brunnen der Getränkevorrat ergänzt. Auf breiten Forstwegen absteigend wird kurz darauf die Ortschaft Fischbach durchwandert. Eine Landstraße ist zu queren, bevor der Schluchtensteig auf asphaltierten Wirtschaftswegen erneut in den Hang hinein steigt. Auf der Anhöhe führt dann ein schmales Steiglein, abzweigend von der Route, zum 1.134 Meter hohen Bildsteinfelsen hinauf. Von dieser herausragenden, felsigen Aussichtskanzel schweift der Blick über den Schluchsee.

Schluchseepanorama vom Bildsteinfelsen, 1.134 m

 

Der Feldberg und der Alpenhauptkamm sind in der Ferne auszumachen, während uns der tiefblaue Stausee zu Füßen liegt. Hier ist natürlich eine große Pause Pflicht, um dieses eindrucksvolle Landschaftsbild mit allen Sinnen aufzusaugen. Der Schluchsee ist nicht nur das größte Binnengewässer des Schwarzwaldes, sondern mit einer Seehöhe von 930 Metern auch Deutschlands höchstgelegene Talsperre. Er ist durch den Aufstau der Schwarza entstanden und dient der Energiegewinnung. Vom Bildsteinfelsen geht es auf schmalen Waldpfaden windungsreich bergab. In der Ortschaft Aha treffen wir auf den Schluchsee und umrunden seinen hinteren Teil auf einem breiten, geschotterten Wirtschaftsweg.

Mit dem Schluchtensteig geht es am Schluchsee entlang

 

Hier herrscht ein reger Ausflugsverkehr. Radfahrer, Jogger, Wanderer und Badegäste geben sich am Schluchsee ein Stelldichein und jeder reklamiert einen Teil des Freizeitangebots für sich. Denn wer sich die Zeit und Muße nimmt, kann vom feinen Sandstrand aus ein kühles Bad im Stausee nehmen und erst dann die Wanderung zum Unterkrummenhof fortsetzen. In dem ehemaligen Bauernhof haben die Eigentümer eine Vesperstube eingerichtet, die zur Einkehr einlädt. Auch die Watzmänner können der Einladung nicht widerstehen und verbringen hier ihre große Mittagspause.

 


 

Bildergallerie

 


  • 001 - Start in die 3. Etappe am Rathaus von Lenzkirch
  • 002 - Altes Muehlrad in Lenzkirch
  • 003 - Blick vom Schluchtensteig zurueck auf Lenzkirch
  • 004 - Auf dem Stoecklebergweg
  • 005 - Bergkameraden an der Cyriakskapelle in Schwende
  • 006 - Brunnen auf dem Fischbacher Hoechst, 1.115 m
  • 007 - Schwarzwaelder Bauernhaus in Fischbach
  • 008 - Auf dem Bildsteinweg
 

Nach der Mittagseinkehr im Unterkrummenhof folgt der Fernwanderweg sanft ansteigend dem Mugenländerweg anfangs durch Weideland und wenig später in den nach frischem Harz duftenden Nadelwald hinein. Immer wieder fällt dabei der Blick auf den hinter uns im Tal liegenden Schluchsee.

 

Blick zurück auf den Schluchsee

 

Fast höhengleich geht es jetzt zur Krummenkreuzhütte hinüber. Hier auf 1.145 Metern über NN haben wir den höchsten Punkt des Schluchtensteigs erreicht. Neben der Schutzhütte mit großem Holzkreuz kann man auch hier an einem Trinkwasserbrunnen seine Getränkeflaschen neu befüllen. Große Serpentinen geleiten die Wanderer auf einem breiten Weg dann zu den Muchenlandhöfen hinüber.

An den einsamen Muchenland-Einödhöfen

 

Das Muchenland ist ein geschichtsträchtiger Flecken. Im Jahre 1597 wurde er von zwei Glasbläsern gegründet und war schon wenig später Standort einer Glashütte, die später nach Althütte umzog. Heute sind zwischen dem Oberen und Unteren Habsberg noch mehrere schwarzwaldtypische Einödhöfe von der einstigen Glashüttensiedlung übrig geblieben. Hinter den Muchenlandhöfen führt uns der Schluchtensteig in eine beeindruckende Heidelandschaft hinein.

Heidelandschaft mit Blaubeersträuchern am Schluchtensteig

 

Ein Meer von Blaubeersträuchern lässt uns inne halten und von den reifen Früchten kosten. Mehrere Weidegatter werden durchschritten. Dann gelangen die Bergkameraden in den Weiler Althütte. An der sehenswerten Pantaleonskapelle vorbei wird das Bergdorf durchmessen. Wir steigen zum Wanderparkplatz hinauf und folgen dem Alten Blasiwaldweg in den Buchenforst hinein.

 



Bildergallerie

 


  • 001 - Start in die 3. Etappe am Rathaus von Lenzkirch
  • 002 - Altes Muehlrad in Lenzkirch
  • 003 - Blick vom Schluchtensteig zurueck auf Lenzkirch
  • 004 - Auf dem Stoecklebergweg
  • 005 - Bergkameraden an der Cyriakskapelle in Schwende
  • 006 - Brunnen auf dem Fischbacher Hoechst, 1.115 m
  • 007 - Schwarzwaelder Bauernhaus in Fischbach
  • 008 - Auf dem Bildsteinweg

 

Von der windumtosten Anhöhe fällt die Route auf einem breiten geschotterten Weg überaus steil ins Albtal hinein. Auf dem Weg nach St. Blasien bewundern die Bergkameraden eine gigantische, 250 Jahre alte Weißtanne. Bei einer Höhe von 39 Metern weist sie einen Stammumfang von 4,10 Meter auf. Weiter talwärts wandernd ist schon bald das Rauschen eines Wasserfalles zu hören. Eingangs einer kleinen Schlucht stürzt in einem grandiosen Etappenfinale der Windbergwasserfall schäumend zu Tal.

Am Windbergwasserfall eingangs der Windbergklamm

 

Unterhalb dieses kleinen Kataraktes nimmt uns die wildromantische Bannwaldchlucht auf. Auf felsigem Geläuf und über Blockwerk wandern wir talwärts, queren mehrmals das gurgelnde Windbergbächle auf schmalen Holzstegen und steigen über Geäst, das wild im Pfad herum liegt. Auch im unteren Teil sind noch mehrere kleine Wasserfälle zu bewundern, bevor die Gruppe am Ortsrand von St. Blasien aus der Klamm und dem Naturwald heraustritt. Wir folgen der Albtalstraße und beenden diese schöne Etappe über den Schluchtensteig inmitten der herrlichen Parkanlagen zwischen dem Flüsschen Alb und dem Dom von St. Blasien.

Die 3. Etappe des Schluchtensteiges endet am Dom von St. Blasien

 

Das frühklassizistische Bauwerk wurde in der Zeit von 1768 - 1781 errichtet. Als herausragendes Merkmal der Abteikirche gilt ihr riesiger Kuppelbau, der in der Mitte von einem großen Deckengemälde geziert wird. Bei einer lichten Höhe von 62 Metern und einem Durchmesser von 36 Metern handelt es sich um die drittgrößte Kirchenkuppel in Europa. Wegen seiner imposanten Bauweise wird das Kirchenbauwerk im Volksmund auch "Schwarzwälder Dom" genannt.

Der riesige Kuppelbau im Dom von St. Blasien ist sehr beeindruckend

                                                                                                                                         

Zusammenfassende Bemerkungen der Bergkameradschaft:

 

Die dritte Etappe des Schluchtensteiges beweist, dass der Fernwanderweg nicht nur mit seinen verwegenen Schluchten und engen Canons zu punkten vermag. Es ist ausgesprochen erholsam nach den wilden Steigen und holprigen Wurzelwegen in der engen Wutachklamm am dritten Tag auf breiten Wald- und Wiesenwegen die weite Landschaft des Naturparks Südschwarzwald zu durchwandern. Höhepunkte gibt es auch auf diesem Teilabschnitt in Hülle und Fülle. Die herrlichen Fernsichten vom Bildsteinfelsen, die halbseitige Umrundung des Schluchsees und die kurze aber knackige Windbergklamm lassen keine Langeweile aufkommen und begeistern jeden Wanderer. Allerdings sollte man die zu bewältigenden Höhenmeter im Auf- und Abstieg nicht unterschätzen. Schließlich wird auf dieser Etappe die 1.100-Meter-Marke gleich mehrmals überschritten.

 

Zur 4. Etappe des Schluchtensteigs

 

Zurück zur 2. Etappe des Schluchtensteigs

Du bist nicht angemeldet. Logge Dich bitte ein, um Kommentare abzugeben.

-
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok