Moseleifel - Karolingerweg durchs Tal der wilden Endert

Art:

Rundwanderung

Länge:

24 km

Wanderregion:

Moseleifel

Schwierigkeitsgrad:

schwer

Bewertung:
Eifel

 

Bildergallerie


  • 001 - Herrliche Weitblicke bei Jorscheid
  • 002 - Wildblumenwiese auf dem Weg nach Greimersburg
  • 003 - Dunkle Gewitterwolken haengen ueber Greimersburg
  • 004 - Der Zickelsleifelsen ist ein traumhafter Aussichtspunkt
  • 005 - Blick von der Zickelslei ins Enderttal
  • 006 - Rast an der Zickelslei
  • 007 - Die Winneburg thront hoch ueber dem Enderttal (gezoomt)
  • 008 - Wegweiser an der Zickelslei

 

1. Teil: Über die Eifelhöhen bei Greimersburg ins Enderttal

Eines der schönsten Seitentäler der Mosel ist ohne Zweifel das Enderttal. Über felsige Steige und naturnahe Pfade führt der Karolingerweg des Eifelvereins von der Weißmühle bis zum Kloster Maria Martental an diesem herrlichen Wildwasser entlang. Unterwegs lädt die urige Göbelsmühle zur Einkehr ein. Einsame Waldpfade bei Greimersburg, der Aussichtspunkt Zickelslei hoch über dem Enderttal und der Abstieg über Serpentinenpfade zum Gasthaus Winneburg im ersten Abschnitt der Tour machen diese Rundwanderung zu einem traumhaften Erlebnis.

 

Wildblumenwiese am Schafberg auf dem Weg nach Greimersburg


Die Watzmänner wandern vom Kloster Maria Martental über die Eifelhöhen mit dem örtlichen Wanderweg Nr. 7 nach Greimersburg, durchschreiten die Ortschaft und folgen dann dem örtlichen Wanderweg Nr. 8 zum Aussichtspunkt Zickelslei. Von der kleinen Felsnase hoch über dem Enderttal ist der Panoramablick wahrhaft gigantisch.

Blick von der Zickelslei ins Enderttal

 

Tief unter uns, im dichten Wald verborgen, windet sich der Endertbach in endlosen Kehren durch das enge Tal. Bergkuppen, steile Hänge und Wald, soweit der Blick reicht, verwöhnen das Auge eines jeden Betrachters. Auf einem Höhenzug weit voraus ist die Winneburg zu sehen und auch die Reichsburg von Cochem guckt hinter einem der Steilhänge hervor.


 

Bildergallerie


  • 001 - Herrliche Weitblicke bei Jorscheid
  • 002 - Wildblumenwiese auf dem Weg nach Greimersburg
  • 003 - Dunkle Gewitterwolken haengen ueber Greimersburg
  • 004 - Der Zickelsleifelsen ist ein traumhafter Aussichtspunkt
  • 005 - Blick von der Zickelslei ins Enderttal
  • 006 - Rast an der Zickelslei
  • 007 - Die Winneburg thront hoch ueber dem Enderttal (gezoomt)
  • 008 - Wegweiser an der Zickelslei


Hier wird natürlich die erste große Rast des Tages gehalten, um den tollen Panoramablick eine ganze Weile zu genießen. Ein schmaler Bergpfad führt sodann durch Niederwald mit lichten Eichenbeständen. Die Watzmänner queren sonnenüberflutete Freiflächen und wandern an bemoosten Hügeln vorbei. Von dem lang gestreckten Höhenzug der Burglei fällt der Blick tief ins Tal und hinab auf das Gasthaus „Zur Winneburg“.
 

Blick von der Burglei ins Enderttal


Dann marschiert die Gruppe auf schmalen Waldpfaden in engen Kehren, mehrmals noch über felsige Abschnitte, in das Enderttal hinab. Im Talgrund treffen die Wanderer auf den Karolingerweg des Eifelvereins, der über 80 Kilometer von Cochem nach Prüm verläuft. Ihm folgt die vierköpfige Gruppe am Restaurant „Zur Winneburg“ rechts abbiegend bachaufwärts in das Tal der wilden Endert hinein. Kurz darauf passieren wir das Hotel Weißmühle. Dann nimmt uns der dichte Wald auf. Ein Uferweg führt direkt an der Endert entlang in die enge Schlucht hinein. Ab jetzt ist der munter plätschernde Bach unser ständiger Begleiter.

 

Im Tal der wilden Endert

 

Schon bald verjüngt sich der breite Waldweg zu einem schmalen Pfad, der in ständigem Auf und Ab dem Bachlauf folgt. Meist führt er direkt am Gewässer entlang, mehrmals jedoch windet er sich in den steilen Hang hinein, um hoch über der quirligen Flusslauf durch lichtes Gehölz zu führen. Trittsicherheit und manchmal auch ein klein wenig Klettergeschick sind gefragt, denn hier zeigt sich der Karolingerweg recht felsig und Baumwurzeln mitten im Geläuf erschweren das Wandern an manchen Stellen beträchtlich.


 

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  • 001 - Herrliche Weitblicke bei Jorscheid
  • 002 - Wildblumenwiese auf dem Weg nach Greimersburg
  • 003 - Dunkle Gewitterwolken haengen ueber Greimersburg
  • 004 - Der Zickelsleifelsen ist ein traumhafter Aussichtspunkt
  • 005 - Blick von der Zickelslei ins Enderttal
  • 006 - Rast an der Zickelslei
  • 007 - Die Winneburg thront hoch ueber dem Enderttal (gezoomt)
  • 008 - Wegweiser an der Zickelslei


2. Teil: Mühlenromantik und Wildwasserfeeling auf dem Karolingerweg

Die jetzt folgende Wanderung durch das Tal der wilden Endert ist überaus beeindruckend, hat sich doch der Bach tief in das Schiefergestein hineingeschnitten. Rechts und links des Gewässers ragen bewaldete Steilhänge auf, in denen sich bizarre Felsenklippen zeigen. Mehrmals wechselt die Route die Bachseite und die Schlucht weist fast klammartigen Charakter auf. Ein gefahrloses Vorwärtskommen ist manchmal nur über Holzstege möglich.

 

Über Brücken und Stege durch die enge Schlucht


Die Endert entspringt bei Ulmen und mündet nach 23 Kilometern bei Cochem in die Mosel. In früheren Zeiten wurden im Enderttal 28 Kornmühlen betrieben. Heute sind noch einige der alten Mühlengebäude erhalten geblieben. Die Arbeit der Endertmüller war hart und entbehrungsreich. Das Mahlgut musste mit Trageseln befördert werden, da die steilen, felsigen Pfade andere Transportmittel nicht zuließen. Fast versandete Mühlgräben zweigen vom Hauptlauf der Endert ab und führen das Wasser auf alte, stillstehende Mühlräder.
 

Schneiders Mühle im Tal der wilden Endert


An der bewirtschafteten Göbelsmühle kann man Einkehr halten und bei einem kühlen Bier die Idylle des engen Tälchens in vollen Zügen genießen. Auch im weiteren Verlauf sind Holzstege und Brücken erforderlich um die Schlucht gefahrlos und trockenen Fußes zu durchwandern. Hinter der Browelsmühle, öffnet sich das Tal ein wenig. Die Hänge sind nicht mehr ganz so steil und auch die Endert fließt nun ruhiger in ihrem Bachbett dahin. Schließlich steigt der schmale Pfad aus dem Enderttal zu einer Landstraße hinauf. An der Napoleonbrücke wird die Asphaltpiste überschritten und dem Karolingerweg folgend in das Martental hineinmarschiert.



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  • 001 - Herrliche Weitblicke bei Jorscheid
  • 002 - Wildblumenwiese auf dem Weg nach Greimersburg
  • 003 - Dunkle Gewitterwolken haengen ueber Greimersburg
  • 004 - Der Zickelsleifelsen ist ein traumhafter Aussichtspunkt
  • 005 - Blick von der Zickelslei ins Enderttal
  • 006 - Rast an der Zickelslei
  • 007 - Die Winneburg thront hoch ueber dem Enderttal (gezoomt)
  • 008 - Wegweiser an der Zickelslei


Hoch über dem Bachlauf folgen die Bergkameraden der Route leicht bergan bis zu einer Holzbrücke. Direkt unter dem kleinen Steg stürzt das Wasser der Endert sieben Meter tief über schroffe Felsen hinab. Unterhalb des Wasserfalles hat sich eine ausgewaschene Vertiefung gebildet, aus der einige Felsen herausragen. Bemoostes und mit Farnstauden bewachsenes Gestein rechts und links der herabstürzenden Wasser vervollständigen das zauberhafte Bild.

Der Endertfall auf dem Karolingerweg

 

An dieser Stelle verlassen die Watzmänner den Karolingerweg und wandern durch ein Seitental des Endertbaches zum Kloster Maria Martental hinauf. Tief verborgen und einsam liegt der kleine Wallfahrtsort hier mitten im Wald. Die erste urkundliche Erwähnung geht in das Jahr 1141 zurück. Im Mittelalter verarmte das Kloster und wurde aufgegeben. Auf den Ruinen der alten Klosterkirche entstanden nach 1927 die heutigen Klostergebäude. In der nahegelegenen Klosterschenke kann man dann diesen herrlichen, aber auch anstrengenden Wandertag durch das Tal der wilden Endert bei Kaffee und Kuchen gemütlich ausklingen lassen.

 

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