Osteifel - Geopfad-Route-O - Tuffsteinweg

Art:

Rundwanderung - Themenwanderweg

Länge:

16 km

Wanderregion:

Osteifel

Schwierigkeitsgrad:

mittel

Bewertung:
Eifel


Bildergallerie

 


  • 001 - Start im Geo-Spiel-Garten am Engelner Bahnhof
  • 002 - Ruhebank aus heimischem Basaltgestein
  • 003 - Am Tuffsteinfenster am Ortseingang von Weibern
  • 004 - Nachbau eines Hebekrans am Ortseingang von Weibern
  • 005 - Im Tuffsteinbruch am Alten Berg
  • 006 - Im Tuffsteinbruch am Alten Berg
  • 007 - Unterwegs im Tuffsteinweg
  • 008 - Johannesmesse im Tuffsteinbruch Laerchenley

 

Von der Grube Portz folgt der Geopfad eine Weile der ehemaligen Trasse der Brohltal-Schmalspureisenbahn. Dann steigt der Tuffsteinweg scharf rechts schwenkend in den Humersberg hinein. In mehreren Windungen geht es steil bergan. Auf dem "Gipfel" angelangt, kann man dann in den ehemaligen Schlot des basaltischen Schlackenkegels hinein treten. Über Weideland und durch Waldparzellen wandert die Gruppe dann in Richtung Kempenich. Die Grube Burgschafstall, 200 Meter rechts abzweigend von der Hauptroute, sollte noch besichtigt werden, bevor man am Schwimmbad vorbei auf den Kempenicher Burgberg gelangt.

An der Bernharduskapelle auf dem Kempenicher Burgberg

                                                                                                                                        

An diesem historischen Ort ließ Hans-Jacob von Eltz-Kempenich zu Beginn des 17. Jahrhunderts die Bernharduskapelle errichten. Sie soll daran erinnern, dass der Zisterziensermönch Bernhard von Clerveaux im Jahre 1147 die Bürger des Kempenicher Ländchens hier auf dem Burgberg zur Teilnahme am 2. Kreuzzug aufforderte. Heute eignet sich der Platz neben dem schmucken Kirchlein hervorragend für eine Wanderrast, hat man doch von hier oben aus einen schönen Blick auf Kempenich und Spessart.

Blick vom Burgberg auf Kempenich

 

Vom Burgberg führt der Geopfad nach Kempenich hinab. Rechts schwenkend geht es am Rande der Ortschaft und ein kurzes Stück an einer viel befahrenen Landstraße entlang. Nach etwa 150 Metern quert der Tuffsteinweg die Asphaltpiste und steigt in den Hang hinein. Von der bald zur erreichenden Anhöhe besteht die Möglichkeit, über Treppenstufen zu einem weiteren Phonolith-Aufschluss hinab zu steigen. Dann läuft die Route wieder in Weideland hinaus. Die B 412 wird zum zweiten Mal gequert. Auf dem Weg zurück nach Engeln wartet noch Löschs Nück auf die Wanderer.

An der Hügelgruppe Löschs Nück

Es handelt sich dabei um eine Hügelgruppe die der Fachmann als Erosionsrest eines alkalibasaltischen Tuffrings bezeichnet. Der Laie kann damit wahrscheinlich nicht viel anfangen, ist aber von der knorrigen Kiefer begeistert, die im Laufe der Jahre in einen Spalt des Aufschlusses hinein gewachsen ist. Zum Schluss der Runde wird noch der Engelner Kopf umschritten. Auch hier weist eine Info-Tafel darauf hin, dass sich links des Weges ein Phonolithsteinbruch befunden hat, der heute noch begangen werden kann und dessen vulkanisches Gestein beim Mauerbau in Engeln Verwendung fand. Dann gelangen die Watzmänner wieder zurück zum Ausgangspunkt dieser aufschlussreichen Tour, dem Geo-Spiel-Garten am Engelner Bahnhof.

 

Beeindruckender Spruch im Weiberner Tuffsteinfenster

 

 

Zusammenfassende Bemerkungen der Bergkameradschaft:

 

Diese schöne Runde im Oberen Brohltal erklärt dem interessierten Wanderer die Entstehung, die Gewinnung und Verwertung des Weiberner Tuffs. Nicht nur passionierte Geologen werden daher vom Tuffsteinweg neue Erkenntnisse über die vulkanischen Tätigkeiten in der Osteifel mit nach Hause nehmen. Allerdings sind die Ausführungen der 14 Schautafeln sehr ausführlich, um nicht zu sagen detailversessen gehalten, sodass der Laie schon mal die Lust verliert weiterzulesen. Zur Streckenführung! Die Route läuft in der großen Mehrzahl über breite Wald- und Wiesenwege und ist durchgängig, allerdings nur in einer Richtung, mit Wegezeichen versehen. Dabei ist festzustellen, dass die Beschilderung in die Jahre gekommen ist und alsbald überholt, ergänzt oder erneuert werden sollte. Auch die Holzgeländer, die an mehreren Stellen erforderlich sind, befinden sich teilweise in einem bedauernswerten Zustand. Deshalb werden die Beurteilungen über die Attraktivität dieser Strecke wohl unterschiedlich ausfallen. Den Watzmännern hat der Geopfad-Tuffsteinweg auf jeden Fall gut gefallen. So wurden drei von fünf möglichen Bewertungs-Wanderstiefeln vergeben. Bei einer überarbeiteten Beschilderung und unter der Berücksichtigung, dass es sich um einen Themenwanderweg handelt, sind sicherlich auch vier Wanderstiefel vertretbar.

 

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