Vitaltour Wildgrafenweg

Art:

Rundwanderung

Länge:

14 km

Wanderregion:

Hunsrück - Soonwald

Schwierigkeitsgrad:

mittel

Bewertung:
Hunsrück - Naheland

 

Bildergallerie

 

  • 001 - Wandertafel der Vitaltour Wildgrafenweg
  • 002 - Hochstetten-Dhaun vom Wildgrafenweg
  • 003 - Unterwegs im Wildgrafenweg
  • 004 - Ruine Brunkenstein
  • 005 - Felsformation im Wildgrafenweg
  • 006 - Das Wegezeichen der Vitaltour Wildgrafenweg
  • 007 - Unterwegs im Wildgrafenweg
  • 008 - Am Burgtor von Schloss Dhaun

 

Mit den Wild- und Rheingrafen im Soonwald unterwegs

  

Im Soonwald residierte im Mittelalter das Adelsgeschlecht der Wild- und Rheingrafen, das aus einer Teilung des Hauses der Nahegaugrafen im Jahre 1133 entstanden ist. Mehrere Burgen auf dem Hunsrück und im Naheland wie die Schmidtburg, die Kyrburg und Schloss Dhaun zählten zu ihren Besitztümern.

 

Am Burgtor von Schloss Dhaun

 

Mit der Vitaltour Wildgrafenweg hat man ihnen eine Wanderroute gewidmet, die bei einer Streckenlänge von 14 Kilometern über die Höhen des Soonwaldes läuft und dabei herrliche Ausblicke in das untere Kellenbachtal und das windungsreiche Nahetal gestattet. Zwei mittelalterliche Gemäuer liegen am Weg und zum Schluss der Tour lockt zum krönenden Abschluss direkt neben der Stiftskirche auf dem Johannisberg die Begehung des Naheland Skywalks.

 

Einsame Waldpfade gehören zum Streckenprofil der Vitaltour Wildgrafenweg

 

Die Runde beginnt am Wanderparkplatz Geologischer-Lehrpfad ausgangs der Ortschaft Hochstetten-Dhaun. Zunächst folgen die Bergkameraden der Dhauner Straße in den Hang hinein. Nach der zweiten Kehre führt uns die Beschilderung nach rechts in den Wald. Von einem Kahlschlag auf dem Schifferberg fällt der Blick dann zurück auf Hochstetten-Dhaun und ins Nahetal.

 


 

Bildergallerie

 

  • 001 - Wandertafel der Vitaltour Wildgrafenweg
  • 002 - Hochstetten-Dhaun vom Wildgrafenweg
  • 003 - Unterwegs im Wildgrafenweg
  • 004 - Ruine Brunkenstein
  • 005 - Felsformation im Wildgrafenweg
  • 006 - Das Wegezeichen der Vitaltour Wildgrafenweg
  • 007 - Unterwegs im Wildgrafenweg
  • 008 - Am Burgtor von Schloss Dhaun

 

Auf der Anhöhe tauchen wir erneut in den lichten Forst ein und folgen schmalen Waldpfaden hinüber zur Ruine Brunkenstein. Es handelte sich dereinst um eine Vorburg von Schloss Dhaun. Das Gemäuer wurde anlässlich der „Dhauner Fehde“ Mitte des 14. Jahrhunderts von dem Wildgrafen Johann von Dhaun errichtet und 1411 wieder geschleift. Heute sind von Burg Brunkenstein nur noch Mauerreste des ehemals runden Bergfrieds erhalten geblieben.

 

Reste des Bergfrieds von Burg Brunkenstein

 

Durch das herbstliche, inzwischen fast vollständig entlaubte Geäst fällt ein malerischer Blick hinauf zum Schloss Dheun, das auf einer felsigen Flanke weit in das Kellenbachtal hinein ragt. Mit Felsbastionen bewährte Pfade führen jetzt in stetigem Auf und Ab durch die steile Hanglage. Schließlich gelangen die Watzmänner in den beschaulichen Hunsrückort Dhaun mit seiner weitläufigen und sehenswerten Schlossanlage.

 

Im Innenhof von Schloss Dhaun

 

Für die überaus lohnende Besichtigung von Schloss Dhaun sollte man genügend Zeit einplanen, handelt es sich doch um eine der größten Burgenanlagen auf dem Hunsrück. So besteht nicht nur die Möglichkeit den parkähnlichen Innenhof mit den uralten Gemäuern in Augenschein zu nehmen, nein, außerhalb der Burgmauern verläuft auch noch ein kleiner Pfad, der herrliche Ausblicke in das Kellenbachtal, auf die gegenüberliegenden Felsabstürze des Simmertaler Felsengartens und ins Nahetal gestattet.

Blick von der Geierlei auf Schloss Dhaun

 

Der sonnige Tag tut darüber hinaus sein Übriges, um inmitten der Schlossmauern eine längere Wanderrast einzulegen. Nach der Pause verlässt die Gruppe die stattliche Feste und durchwandert die kleine Ortschaft Dhaun. In Höhe der Dorfkirche steigen die Bergkameraden scharf links schwenkend und überaus steil über Treppenstufen in den Hang hinein. Von der Anhöhe mit dem Namen Geierlei fällt dann ein letzter herausragender Blick zurück auf die imposante mittelalterliche Anlange von Schloss Dhaun.

 

 


 

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  • 001 - Wandertafel der Vitaltour Wildgrafenweg
  • 002 - Hochstetten-Dhaun vom Wildgrafenweg
  • 003 - Unterwegs im Wildgrafenweg
  • 004 - Ruine Brunkenstein
  • 005 - Felsformation im Wildgrafenweg
  • 006 - Das Wegezeichen der Vitaltour Wildgrafenweg
  • 007 - Unterwegs im Wildgrafenweg
  • 008 - Am Burgtor von Schloss Dhaun

 

Der Wildgrafenweg läuft von der Geierlei in die freie Feldflur hinaus, Hier glänzt die Route mit herrlichen Fernsichten hinüber zu den benachbarten Höhenzügen des Soonwaldes, des Nordpfälzer Berglandes und hinab ins diesige Nahetal. Es geht an der Volkssternwarte Dhaun vorbei. Der Zweckverband Schloss Dhaun ließ die kleine Sternwarte im Jahre 1969 errichten. Sie ermöglicht dem interessierten Besucher hervorragende astronomische Beobachtungsmöglichkeiten und ist nach Anfrage für Jedermann geöffnet.

 

An der Volkssternwarte Schloss Dhaun

 

Noch einmal streifen wir die Ortschaft Dhaun am Rande der Bebauung, überqueren eine Landstraße und tauchen dann leicht abwärts wandernd in den Kirner Staatsforst ein. Breite Waldwege führen erst bergab und dann wieder bergauf. Von einer Ruhebank genießen die Watzmänner einen herrlichen Ausblick ins Kellenbachtal und auf Schloss Dhaun, das in der Ferne deutlich zu sehen ist. Über offenes Weide- und Ackerland geht es an dem Weiler Karlshof vorbei, der auf eine wildgrafliche Gründung zurück geht. Ausgedehnte Waldbestände im Hochstetter Forst und das Itzbachtal mit seinen geschützten Feuchtgebieten werden durchschritten, bevor die Wanderer zur Stiftskirche auf dem Johannisberg gelangen.

An der Stiftskirche auf dem Johannisberg

 

Die Stiftskirche auf dem Johannisberg wurde erstmals 1283 urkundlich erwähnt, Der kulturhistorische Wert des kleinen Kirchleins liegt in ihren insgesamt 22 Grablegen der Wild- und Rheingrafen im Zeitraum von 1323 - 1756. Darüber hinaus fällt von ihren Mauern der Blick ins weitläufige Nahetal und auf Hochstetten-Dhaun. Direkt neben dem Landhaus St. Johannisberg hat man im Jahre 2015 den Naheland-Skywalk errichtet. Auf einer Länge von sieben Metern ragt er über einem aufgelassenen Steinbruch in das Nahetal hinein.

Blick vom Naheland-Skywalk ins Nahetal

 

Nervenkitzel pur bedeutet es, die gewagte Metallkonstruktion zu betreten, fällt doch der Blick durch das Metallgitter etwa 40 Meter tief in den alten Steinbruch hinein. Zudem sind die Aussichten ins Nahetal überwältigend und suchen ihresgleichen. Vom Johannisberg ist es nicht mehr weit bis zum Wanderparkplatz Geologischer Lehrpfad, wo diese tolle Tour auf den Spuren der Wild- und Rheingrafen begann.

Alte Kanone auf Schloss Dhaun

 

 

Zusammenfassende Bemerkungen der Bergkameradschaft:

 

Ganz ohne Zweifel ist es schon etwas Besonderes mit der Vitaltour Wildgrafenweg durch den Soonwald zu wandern, zeigt sie sich doch in allen Belangen als herausragende Wanderroute. Lichte Wälder, offene Wiesen und herrliche Fernsichten sorgen für ständige Kurzweil, die durch die Begehung der Burgruine Brunkenstein und der Besichtigung von Schloss Dhaun noch entscheidend positiv beeinflusst wird. Auch die Stiftskirche auf dem Johannisberg und der Skywalk hoch über dem Nahetal sind herausragende Highlights dieser herrlichen Tour. Bis auf zwei kleine Ausnahmen ist die Beschilderung eindeutig und dürfte keine Probleme bereiten. So steht einem ungetrübten Wandervergnügen auf der Vitaltour Wildgrafenweg nichts entgegen.

 

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