Ahrgebirge - Rundwanderung Schuld - Insul - Schuld

Art:

Rundwanderung

Länge:

17 km

Wanderregion:

Ahrgebirge

Schwierigkeitsgrad:

mittel

Bewertung:
Eifel

 

Bildergallerie

 


  • 001 - Am alten Einsenbahntunnel in Schuld.JPG
  • 002 - Die Ahr bei Schuld
  • 003 - Die Ahr bei Schuld
  • 004 - Blick auf Schuld vom Aussichtspunkt Tuermchen
  • 005 - Wegezeichen der Schulder Rundwanderung
  • 006 - Auf dem Weg nach Winnerath
  • 007 - Auf den Eifelhoehen bei Winnerath
  • 008 - Herrliche Fernsichten bei Winnerath

 

Auf Pfaden und Steigen durch das wilde Ahrgebirge

 

Der örtliche Wanderweg Nr. 6 und ein Teilabschnitt des Ahrsteigs werden auf dieser 17 Kilometer langen Runde bei Schuld erwandert. Schmale Waldpfade, felsige Steige und breite Forst- und Wiesenwege gehören zum Streckenprofil, das keine Langeweile aufkommen lässt. Dabei gefällt die 17 Kilometer lange Route mit herrlichen Tiefblicken ins Ahrtal und schönen Fernsichten auf die umliegenden Erhebungen des wilden Ahrgebirges. Ein altes Mühlengemäuer liegt am Weg und schroffe Felsabstürze entlang der Ahr können bewundert werden.

 

Die Bergkameraden am alten Eisenbahntunnel in Schuld

 

Die Tour beginnt in der Ortsmitte von Schuld an der Ahr. Abweichend von der Beschilderung durchwandern wir den alten Eisenbahntunnel. Er ist 142 Meter lang und gehörte zur Bahnstrecke Dümpelfeld Lissendorf, die im Jahre 1909 als strategisch wichtige Verbindung von der Ahtralbahn zur Eifelstrecke gebaut und betrieben wurde. 1973 wurde der Bahnverkehr endgültig eingestellt. Auf Teilen der alten Bahntrasse verläuft heute der Ahrtalradweg.


Die Ahr bei Schuld

 

Auch das alte Eisenbahnviadukt, das sich direkt an den Tunnel anschließt und über die Ahr führt wird von der sieben Mann starken Truppe noch überschritten. Dann wandern wir auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg an der Ahr entlang und gelangen über die alte Steinbrücke zurück zum Ausgangspunkt in der Ortsmitte von Schuld. Diese etwa einen Kilometer lange Runde durch den Eifelort, versehen mit einem Schuss Eisenbahnromantik, sollte man als Ouvertüre unbedingt mitnehmen, bevor man in die eigentliche Tour einsteigt.



Bildergallerie

 


  • 001 - Am alten Einsenbahntunnel in Schuld.JPG
  • 002 - Die Ahr bei Schuld
  • 003 - Die Ahr bei Schuld
  • 004 - Blick auf Schuld vom Aussichtspunkt Tuermchen
  • 005 - Wegezeichen der Schulder Rundwanderung
  • 006 - Auf dem Weg nach Winnerath
  • 007 - Auf den Eifelhoehen bei Winnerath
  • 008 - Herrliche Fernsichten bei Winnerath

 

Rechts neben der Pfarrkirche steigt der örtliche Wanderweg Nr. 6 mit der Bezeichnung Schuld - Winnerath - Insul - Schuld  in den Hang hinein. Nach dem Eintritt in den Wald geht es sofort überaus steil bergan. In mehreren Serpentinen windet sich die Route zu einer ersten Aussichtskanzel, dem "Türmchen" hinauf. Hier werden wir für den Schweiß treibenden Anstieg mehr als belohnt. Der imposante Tiefblick fällt ins Ahrtal und auf den Start- und Zielort Schuld
 

Blick ins Ahrtal und auf Schuld vom Aussichtspunkt Türmchen

 

Auch die Ortschaft Harscheid zeigt sich auf den Eifelhöhen jenseits des Ahrtales. Es geht noch an einer weiteren Aussichtskanzel vorbei, die man einige Höhenmeter weiter oben gleichsam auf einer exponierten Felsnase platziert hat. Auch aus dieser Lage sind die Fernsichten hervorrragend. Kurz darauf ist die Anhöhe erklommen und es geht auf eine Freifläche hinaus.

Über eine Freifläche geht es nach Winnerath

 

Schon bald zeigt sich linker Hand die Ortschaft Winnerath und in der Ferne weit voraus ist die landschaftsprägende Bergkuppe des Aremberges zu sehen. Hier oben hat der Winter schon seine ersten Vorboten auf den Weg geschickt und in der Nacht eine Spur Schnee niedergehen lassen.

Die winterliche Eifel bei Winnerath

 

An der schmucken Dorfkapelle von Winnerath vorbei folgen wir der Beschilderung und durchwandern den kleinen Weiler. Ausgangs der Bebauung treffen die Wanderer auf ein Damwildgehege, aus dem heraus wir aufmerksam beäugt werden. Dabei schweift der Blick weit über die Ahreifel hinweg. Nachtschwarze Nadelgehölze wechseln sich ab mit winterlichen Laubwaldbeständen, zwischen denen auf den Höhen am Horizont hier und da kleine Ortschaften zu erkennen sind.


 

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  • 001 - Am alten Einsenbahntunnel in Schuld.JPG
  • 002 - Die Ahr bei Schuld
  • 003 - Die Ahr bei Schuld
  • 004 - Blick auf Schuld vom Aussichtspunkt Tuermchen
  • 005 - Wegezeichen der Schulder Rundwanderung
  • 006 - Auf dem Weg nach Winnerath
  • 007 - Auf den Eifelhoehen bei Winnerath
  • 008 - Herrliche Fernsichten bei Winnerath
 

Von der recht zugigen Hochfläche bei Winnerath führt uns der Wanderweg Nr. 6 jetzt wieder in den schützenden Wald hinein. Auf breiten Forstwegen geht es in zahlreichen Windungen sanft bergab. In einer Linkskehre folgen die Watzmänner einem schmalen Pfad geradeaus, der auf einen felsigen Grat zwischen Ahrtal und Lückenbach hinaus läuft. Rechts und links der Route fällt das Gelände steil ab. Nach wenigen Metern gelangt die Gruppe zu einer Ruhebank, die die Ortschaft Insul aus der Vogelperspektive zeigt.

 

Der Blick fällt von einem felsigen Grat auf Insul

 

Hier wird ausgiebig Wanderrast gehalten um die schönen Ausblicke eine Weile zu genießen und die mitgeführte Marschverpflegung zu verzehren. Dann klettern wir auf felsigen Steigen ins Ahrtal hinab. Mehrere bizarre Felsformationen werden dabei passiert, bevor die Bergkameraden mit einem kurzen Abstecher zur Hahnensteiner Mühle gelangen.

An der Hahnensteiner Mühle

 

Zwölf Malter Korn und ein Mühlenschwein hatte der Pächter der Mühle im Jahre 1556 zu zahlen, um auf eigene Rechnung Getreide mahlen zu dürfen. Das heute sichtbare Mühlengebäude mit dem sich immer noch drehenden Mühlrad wurde im Jahre 1729 erbaut und war dereinst die bedeutenste Mühle des ehemaligen kurkölnischen Amtes Nürburg.

 



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  • 001 - Am alten Einsenbahntunnel in Schuld.JPG
  • 002 - Die Ahr bei Schuld
  • 003 - Die Ahr bei Schuld
  • 004 - Blick auf Schuld vom Aussichtspunkt Tuermchen
  • 005 - Wegezeichen der Schulder Rundwanderung
  • 006 - Auf dem Weg nach Winnerath
  • 007 - Auf den Eifelhoehen bei Winnerath
  • 008 - Herrliche Fernsichten bei Winnerath

 

Von der historischen Getreidemühle, in der heute noch geschrotet wird, wandern die Bergkameraden am Mühlengewässer und kurz darauf an der Ahr vorbei. Mit der alten Steinbrücke überschreiten wir in der Ortschaft Insul die Ahr und treffen am jenseitigen Ufer auf den Ahrsteig. Links schwenkend folgen wir dem Fernwanderweg und dem Wanderweg Nr. 6 in Richtung Schuld. Auch jetzt geht es direkt am munter plätschernden Fluss vorbei.

Entlang der Ahr bei Insul

                                                                                                                                        

Schon wenig später zeigt sich, dass sich die Ahr in Jahrtausenden in das harte Gestein des Rheinischen Schiefergebirges hineinsägen musste. Daher fallen die Felswände fast canonartig und lotrecht in den Fluss hinein. Leider ist dieses spektakuläre Ereignis im Sommer bei dicht belaubtem Geäst kaum wahrzunehmen. Deshalb sollte man in einer leichten Rechtskehre des Ahrsteigs einen kurzen, überaus lohnenden Abstecher an das Ahrufer unternehmen, um dieses Naturschauspiel aus nächster Nähe in Augenschein zu nehmen.

Lotrechte Felsabstürze in die Ahr bei Insul

 

Noch einmal steigt die Route in den Hang hinein und läuft dann auf einem breiten Waldweg zurück nach Schuld. Während der örtliche Wanderweg Nr. 6 geradeaus laufend nach 14 Kilometern direkt in den Zielort einmündet, folgen die Watzmänner rechts schwenkend dem Ahrsteig und wandern noch zur Spicher Lay hinauf. Von diesem ausgesetzten Felsenhorst fällt der Blick ins Ahrtal und diesmal von der anderen Seite auf den Start- und Zielort Schuld.

Blick auf Schuld von der Spicher Lay

Im weiteren Verlauf zeigt sich der Ahrsteig recht alpin. Sogar eine Seilsicherung ist erforderlich, um eine felsige Passage gefahrlos zu durchsteigen. Dann folgen wir der Zugangsbeschilderung des Fernwanderweges und gelangen wieder nach Schuld. Im Gasthaus Schäfer wird abschließende Einkehr gehalten, um diesen wunderschönen Winterwandertag noch einmal Revue passieren zu lassen.

 

Die Watzmänner auf der Spicher Lay hoch über Schuld

 

 

Zusammenfassende Bemerkungen der Bergkameradschaft:

 

 

Wenn es im Kreis Ahrweiler Traumpfade gäbe, wäre diese Wanderung sicherlich eine davon. Die abwechslungsreiche Route bringt das wilde Ahrgebirge und die kargen, aber weitsichtigen Höhenzüge bei Winnertath zu einem Ensemble zusammen, dass jeden Eifelfan begeistern wird. Hinzu kommen die schmale Gratwanderung hoch über Insul und die wahrhaft gigantischen Felsabstürze entlang der Ahr. Wer noch an längst vergangenen Eisenbahnzeiten schnuppern möchte, der sollte sich den Schulder Tunnel und das sich anschließende Viadukt nicht entgehen lassen. Ohne Zweifel handelt es sich dann um eine durchweg gelungene Tour, die sich mit Einbindung der Spicher Lay die für diese Runde vergebenen vier Bewertungswanderstiefel der Wehrer Watzmänner redlich verdient hat.

 

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