Moseleifel - Schiefergrubenweg Kaulenbachtal

Art:

Rundwanderung - Themenwanderweg

Länge:

15 km

Wanderregion:

Moseleifel

Schwierigkeitsgrad:

leicht

Bewertung:
Eifel

 

Bildergallerie

 

  • 001 - Start in den Schiefergrubenweg am Kloster Maria Martental
  • 002 - Unterwegs im Schiefergrubenweg
  • 003 - Auf dem Gelaende der Grube Maria Schacht
  • 004 - Blick ins Kaulenbachtal von der Schiefergrube Maria Schacht
  • 005 - Im weitlaeufigen Grubengelaende
  • 006 - Alte Schieferlore im Kaulenbachtal
  • 007 - Die Wanderroute schlaengelt sich durch riesige Abraumhalden
  • 008 - Auf schmalen Pfaden geht es durch den Schiefer

 

Themenwanderung durch die Schieferregion Kaulenbachtal

  

Mit dem unterirdischen Dachschieferabbau im Kaulenbachtal befasst sich der erlebnisreiche Schiefergrubenwanderweg. Die 15 Kilometer lange Themenwanderung läuft mehrere alte Förderschächte an, informiert den interessierten Wanderer über die mühsame Arbeit der Bergleute und erklärt die Gewinnung des Schiefers anhand von mehreren Info-Tafeln. Dabei windet sich die Route durch gewaltige Abraumhalden.

 

Riesige Abraumhalden ragen am Wegrand auf

 

Bis in das Jahr 1959 wurde im Kaulenbachtal qualitativ hochwertiger Dachschiefer gefördert. Zur damaligen Zeit gehörte die Region um Müllenbach zu den bekanntesten Schiefer-Abbaugebieten im linksrheinischen Schiefergebirge. Erst ein folgenreicher Wassereinbruch auf der Grube Maria Schacht beendete die Grubentätigkeit im Kaulenbachtal.

 

Alte Schiefertransportlore im Kaulenbachtal

 

Von den drei Eifelorten Müllenbach, Laubach und Leienkaul kann man in den Schiefergrubenweg starten, der eigentlich die Bezeichnung "Schieferregion Kaulenbachtal" trägt. Wir hingegen beginnen die Tour am Kloster Maria Martental. Vom dortigen Parkplatz steigt die Route entlang eines kleinen Bachlaufes steil in den Hang hinein.

 


 

Bildergallerie

 

  • 001 - Start in den Schiefergrubenweg am Kloster Maria Martental
  • 002 - Unterwegs im Schiefergrubenweg
  • 003 - Auf dem Gelaende der Grube Maria Schacht
  • 004 - Blick ins Kaulenbachtal von der Schiefergrube Maria Schacht
  • 005 - Im weitlaeufigen Grubengelaende
  • 006 - Alte Schieferlore im Kaulenbachtal
  • 007 - Die Wanderroute schlaengelt sich durch riesige Abraumhalden
  • 008 - Auf schmalen Pfaden geht es durch den Schiefer
 

Auf der Anhöhe durchwandern wir die Ortschaft Leienkaul und gelangen dann über die Klosterheide auf das Gelände der ehemaligen Schiefergrube Maria Schacht. Bis zu einer Tiefe von 205 Metern wurde in diesem Bergwerk auf sieben Sohlen Schiefer gebrochen. Heute hat man hier auf der höchsten Schieferhalde Deutschlands einen kleinen Aussichtspunkt eingerichtet.

 

Blick ins Kaulenbachtal von der Grube Maria Schacht

 

Weit schweift der Blick hinab ins Kaulenbachtal und über die Abraumhalden den angrenzenden Schiefergruben hinweg. Jenseits des Tales zeigt sich die Ortschaft Müllenbach, von wo aus der fertige Dachschiefer verschickt wurde. Mit einem talwärts führenden Waldweg, auf dem sich die mit Eisen beschlagenen Räder der schwer beladenen Transportwagen in den Fels "gefräst" haben, verlassen wir die Schieferhalde und gelangen schließlich, vorbei an den Bergwerken Escherkaul und Höllenpforte, auf die Herrenwiese.

 

Nachbau eines Spalthauses auf der Herrenwiese

 

Auf einer Seehöhe von 350 Meter über NN hat man auf dem Gelände des Müllenbacher Dachschieferwerkes im Jahre 2016 den Nachbeu eines Spalthauses errichtet. Das aus unregelmäßigem Schiefergestein zusammen gefügte Gemäuer dient als Schutzhütte für Wanderer und als grünes Klassenzimmer für Schulklassen. Gleich neben dem originellen Nachbau ist der steile "Bremsberg" noch zu sehen. Mittels einer Seilwinde wurden hier die mit fertigem Dachschiefer beladenen Loren bergauf gezogen. Von der Herrenwiese windet sich ein Serpentinenpfad zur Schachtanlage Colonia hinauf.

Blick von der Grube Colonia auf die Herrenwiese mit dem Nachbau des Spalthauses

 

Von einem schönen Aussichstpunkt fällt der Blick zurück auf die Herrenwiese. Neben dem neuen Spalthaus sind die Mauerreste der ehemaligen Bergwerkshütten zu erkennen. Nachdem der Schieferabbau eingestellt wurde, hat sich das abgeschiedene Kaulenbachtal zu einem Rückzugsgebiet für seltene und auch gefährdete Tier- und Pflanzenarten zurück gebildet, das man unter Naturschutz gestellt hat.

 


 

Bildergallerie

 

  • 001 - Start in den Schiefergrubenweg am Kloster Maria Martental
  • 002 - Unterwegs im Schiefergrubenweg
  • 003 - Auf dem Gelaende der Grube Maria Schacht
  • 004 - Blick ins Kaulenbachtal von der Schiefergrube Maria Schacht
  • 005 - Im weitlaeufigen Grubengelaende
  • 006 - Alte Schieferlore im Kaulenbachtal
  • 007 - Die Wanderroute schlaengelt sich durch riesige Abraumhalden
  • 008 - Auf schmalen Pfaden geht es durch den Schiefer

 

Auf dem Gelände der Grube Colonia nehmen wir noch den leider nicht begehbaren Julius-Stollen in Augenschein und folgen dann der ehemaligen Trasse der Grubenbahn hinauf nach Müllenbach. Die Gruppe durchwandert die Ortschaft und genießt die schönen Aussichten über die Eifelhöhen, bevor sie nach Laubach gelangt.

 

Die Ortschaft Laubach vom Schiefergrubenweg

 

Auch Laubach wird durchmessen. An Waldrändern vorbei folgt die Route jetzt breiten Wald- und Wiesenwegen zurück nach Leienkaul. Von winterlichen Waldrändern schweift dabei der Blick über den Kondelwald bis weit in den Hunsrück hinein, der sich jenseits des Moseltales am Horizont zeigt

 

Herrliche Weitblicke vom Schiefergrubenweg

 

Nachdem wir die Ortschaft Leienkaul hinter uns gelassen haben, führt uns der Schiefergrubenweg entlang eines munter plätschernden Gewässers, das der Endert zustrebt, zum Ausgangspunkt zurück. Am Kloster Maria Martental unternehmen wir noch einen kurzen, aber überaus lohnenden Abstecher zum Endertfall. Tosend und schäumend stürzt hier das Wasser der wilden Endert direkt unter einem kleinen Steg über schroffe Felsen hinweg etwa sieben Meter tief in einen ausgewaschenen Tümpel hinein.

Am Endertfall, abseits des Schiefergrubenweges




Zusammenfassende Bemerkungen der Bergkameradschaft:

 

Den Betreibern des Schiefergrubenwanderweges gebührt ein großes Kompliment! Mit einer überaus erlebnisreichen Wegführung, interessant gestalteten Info-Tafeln und dem imposanten Nachbau eines Spalthauses ist es ihnen hervorragend gelungen, den ehemaligen Dachschieferabbau im Kaulenbachtal darzustellen und einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Während sich im ersten Drittel ein Highlight an das andere reiht, lässt die Attraktivität der Route im weiteren Verlauf doch ein wenig nach. Breite Wald- und Wiesenwege und drei recht langweilige Durchwanderungen von Ortschaften auf asphaltiertem Geläuf gehören auch zum Streckenprofil. Deshalb sollte man den kurzen Abstecher vom Kloster Martental zum Endertfall auf jeden Fall in die Routenführung mit einbinden. Die Streckenlänge beträgt dann insgesamt ca. 17 Kilometer.

 


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