Moseleifel - Rundwanderung durch das Pommer- und Brohlbachtal

Art:

Rundwanderung

Länge:

23 km

Wanderregion:

Moseleifel

Schwierigkeitsgrad:

schwer

Bewertung:
Eifel

 

Bildergallerie

 


  • 001 - An der Hochkreuzkapelle
  • 002 - Mit dem Moselsteig hinauf zum Martberg
  • 003 - Blick von der Fahrlei ins Moseltal bei Pommern
  • 004 - Waldkapelle im Pommerbachtal
  • 005 - Unterwegs im Pommerbachtal
  • 006 - Am quirligen Pommerbach
  • 007 - Im idyllischen Pommerbachtal
  • 008 - Der Greffelcheswatzmann im Pommerbachtal

 

1. Teil: Von Karden über den Martberg und durch das Pommerbachtal nach Binningen

Zwei rauschende Wildbäche, traumhafte Aussichten ins Moseltal und ein sagenumwobener, geschichtsträchtiger Bergrücken prägen diese herrliche 23 Kilometer lange Rundwanderung durch das Pommer- und Brohlbachtal. Die Einsamkeit in den engen, tief eingeschnittenen Kerbtälern ist kaum zu übertreffen. Unzählige Brücken und Stege queren die Gewässer, während sich die Route auf schmalen Saumpfaden durch die Bachauen windet. Die Rundwanderung ist allerdings nicht einheitlich ausgeschildert. Es empfiehlt sich daher, die Wanderkarte des Eifelvereins "Ferienland Cochem", Maßstab 25.000 im Wandergepäck mitzuführen. Zudem sind die Feuchtwiesen im im Pommerbachtal nicht immer gemäht. Zeckenschutz ist daher empfehlenswert.

 

An der Hochkreuzkapelle hoch über Karden


Aus der Ortslage des Moselörtchens Karden steigen die Watzmänner ausgangs der Bebauung, einem alten Kreuzweg folgend, zur Hochkreuz-Kapelle hinauf. Ein erster herausragender Panoramablick fällt in das Moseltal und auf die Ortschaft Treis am gegenüber liegenden Moselufer, bevor sich der Pfad in der steilen Hangflanke des Martberges mit dem Moselsteig zur Hochfläche hinaufwindet. Hier wartet auf die Wanderer die Rekonstruktion einer römischen Tempelanlage mit angrenzendem Archäologiepark. Dem gesamten Areal des Martberges kommt eine herausragende geschichtliche Bedeutung zu. Besiedlungsspuren aus der Steinzeit sind nachgewiesen und die Kelten unterhielten auf der weitläufigen Anhöhe über dem Moseltal einen heiligen Bezirk.



Bildergallerie

 


  • 001 - An der Hochkreuzkapelle
  • 002 - Mit dem Moselsteig hinauf zum Martberg
  • 003 - Blick von der Fahrlei ins Moseltal bei Pommern
  • 004 - Waldkapelle im Pommerbachtal
  • 005 - Unterwegs im Pommerbachtal
  • 006 - Am quirligen Pommerbach
  • 007 - Im idyllischen Pommerbachtal
  • 008 - Der Greffelcheswatzmann im Pommerbachtal


Vom nahe gelegenen Aussichtspunkt Fahrlei genießen die Bergkameraden aus der Vogelperspektive die traumhaften Blicke ins Moseltal und weit in den Hunsrück hinein, bevor sie dem schmalen windungsreichen Pfad talwärts durch die Weinberge nach Pommern folgen.
 

Fahrleiblick ins Moseltal und auf Pommern


In der Ortsmitte von Pommern rechts abzweigend führt uns ein breiter Waldweg mit der Bezeichnung „P“ in das Pommerbachtal hinein. Nach etwa drei Kilometern fällt die Route, sich zu einem schmalen Pfad verjüngend, direkt zum munter plätschernden Pommerbach ab und folgt dem Gewässer talaufwärts. Steil ragen rechts und links des Wildbaches die bewaldeten Felshänge auf. Mal rechts dann wieder links des Flüsschens wandern die Bergkameraden durch eine herrliche Landschaft. Unzählige Brücken und Stege, oftmals in einem recht wackligen und bedauernswerten Zustand und meist mit einer daneben liegenden Furt versehen, werden dabei überschritten.

Über Brücken und Stege durch das Pommerbachtal


Viel vermoderndes Altholz liegt entlang des Weges und immer wieder quer zum Bach. Die Natur wird sich im Pommerbachtal wohl selbst überlassen. Sonnenüberflutete Feuchtwiesen mit Wildblumen werden durchschritten. Dabei liegt über dem Tal eine nahezu gespenstige Stille, die nur von dem Flügelschlag einiger weniger Enten und dem Gekrächze eines Raubvogels gestört wird, der bei der Mäusejagd über dem Talgrund seine Kreise zieht. Mitwanderer trifft man in diesem abgeschiedenen Teil der Moseleifel kaum an, denn noch immer gilt die Route durch das Pommerbachtal als Geheimtipp bei den Liebhabern dieses urwüchsigen Landstriches.


 

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  • 001 - An der Hochkreuzkapelle
  • 002 - Mit dem Moselsteig hinauf zum Martberg
  • 003 - Blick von der Fahrlei ins Moseltal bei Pommern
  • 004 - Waldkapelle im Pommerbachtal
  • 005 - Unterwegs im Pommerbachtal
  • 006 - Am quirligen Pommerbach
  • 007 - Im idyllischen Pommerbachtal
  • 008 - Der Greffelcheswatzmann im Pommerbachtal


2. Teil: Von Binningen durch das Brohlbachtal zurück nach Karden

Seit Jahrmillionen hat sich der Pommerbach in das harte Schiefergestein hineingesägt und so ein einzigartiges, tief eingeschluchtetes und windungsreiches Kerbtal geschaffen. Dabei legt er von der Quelle in der Nähe von Kaisersesch bis zur Mündung in die Mosel im Weinort Pommern etwa siebzehn Kilometer zurück. Überaus abwechslungsreich und an jeder Biegung anders zeigt sich der kleine Fluss. So kommt beim Wandern niemals Langeweile auf und die Watzmänner zeigen sich tief beeindruckt von dieser herrlichen Landschaft.

 

Unzählige Holzstege führen über den Pommerbach


Hinter der Pommerbachmühle verlassen die Bergkameraden schließlich das Pommerbachtal, folgen nicht dem Wegweiser nach Kaisersesch, sondern wandern rechts abzweigend auf einem breiten, asphaltierten Waldweg steil bergan nach Binningen hinauf. Wenig später erreicht die Gruppe den kleinen Ort auf den Moselhöhen und wandert am Dorfbrunnen und der Pfarrkirche vorbei. Schließlich verlassen wir Binningen über den Ortsteil Elzerhöfe und folgen Feld- und Wiesenwegen mit herrlichen Fernsichten entlang des Brückbaches talwärts wandernd in das Brohlbachtal hinein. Nach dem Überschreiten einer Landstraße nimmt uns der Wald wieder auf. In einer scharfen Linkskehre folgen die Wanderer dem mit „G2“ bezeichneten örtlichen Wanderweg, der geradewegs hinab zum Brohlbach führt. Auch in diesem Seitental der Mosel ist das Wandern ein einziger Genuss.
 

Kleiner Wasserfall im Brohlbachtal


Rechts und links des Gewässers beschreiten die Bergkameraden schmale Saumpfade und queren auch hier auf kleinen Brücken und schwankenden Holzstegen mehrmals den Wildbach. In der engen Schlucht rücken die mit unzähligen Felsenklippen durchsetzten Berghänge überaus dicht an den Bach heran. Bald schon ist das Rauschen eines kleinen Wasserfalles zu hören, der über eine Felsenrinne wild schäumend in einen Tümpel stürzt. Hier wird auf einer Bank Wanderrast gehalten, um die Talidylle in vollen Zügen zu genießen.



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  • 001 - An der Hochkreuzkapelle
  • 002 - Mit dem Moselsteig hinauf zum Martberg
  • 003 - Blick von der Fahrlei ins Moseltal bei Pommern
  • 004 - Waldkapelle im Pommerbachtal
  • 005 - Unterwegs im Pommerbachtal
  • 006 - Am quirligen Pommerbach
  • 007 - Im idyllischen Pommerbachtal
  • 008 - Der Greffelcheswatzmann im Pommerbachtal


Noch eine ganze Weile folgen wir dem Brohlbach. Dann mündet die Route in eine kaum befahrene Kreisstraße ein, der wir talwärts und rechts des Bachlaufes in Richtung Karden folgen. Nach einem Kilometer wird die Landstraße erreicht. Rechts abzweigend folgen die Bergkameraden dieser stark frequentierten Landstraße etwa 100 Meter bergwärts. Dann steigt linker Hand der Panoramaweg in den Hang hinein, der uns auf schmalen Steigen in unzähligen Serpentinen, diesmal von der anderen Seite und schlussendlich mit dem Moselsteig erneut hinauf zum Martberg führt.

Castor-Blick ins Moseltal

 
Vom St. Castor-Blick genießt die Gruppe eine herausragende Aussicht ins Moseltal, um dann an der Hangkante der Moselhöhen entlang zu wandern. Von einer Sitzgruppe mit der Holzfigur des Hl. Castors fällt der Blick auf Treis am gegenüber liegenden Moselufer, bevor es steil bergab zum Start- und Zielpunkt nach Karden zurückgeht, wo diese traumhafte Moselrunde ihr Ende findet.

Der Start- und Zielort Karden im Moseltal

 

 

Zusammenfassende Bemerkungen der Bergkameradschaft:


Diese tolle Moselrunde verbindet traumhafte Moselpanoramen vom Fahrleifelsen und dem St. Castor-Blick mit der vollkommenen Abgeschiedenheit des Pommer- und Brohlbachtales. So können die Unterschiede zwischen den einzelnen Tourabschnitten kaum größer sein. Besonders das Pommerbachtal mit seinen unzähligen Brücken und Stegen beeindruckt jeden Wanderer, der schmale Pfade und Wurzelsteige breiten Wald- und Wiesenwegen vorzieht. Nicht nur von der Länge her ist die Tour eine konditionelle Herausforderung, wird doch der geschichtsträchtige Martberg gleich zweimal bestiegen. Die Rekonstruktion des römischen Tempels haben wir allerdings rechts des Weges liegen lassen, da wir die Anlage auf der Etappe des Moselsteigs von Pommern nach Moselkern bereits in Augenschein genommen haben. An den Wochenenden soll sich dort mittlerweile eine Einkehrmöglichkeit befinden. Da im weiteren Verlauf der Tour keine Gelegenheit zur Einkehr mehr besteht, empfiehlt es sich besonders in der heißen Jahreszeit einen ausreichenden Getränkevorrat mitzuführen.

 

 

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