Moseleifel - Rundwanderung über den Calmont-Klettersteig

Art:

Rundwanderung mit Klettersteig

Länge:

27 km

Wanderregion:

Moseltal

Schwierigkeitsgrad:

sehr schwer

Bewertung:
Eifel

 

Bildergallerie

  • 001 - Am Moselufer von Neef nach Senheim -
  • 002 - Die Watzmaenner an der Klosterruine Stuben -
  • 003 - Blick auf Ediger am anderen Moselufer -
  • 004 - Im Naturschutzgebiet Taubengruen -
  • 005 - Roemergraeber hoch ueber Nehren -
  • 006 - Auf den Moselhoehen zwischen Nehren und Ediger -
  • 007 - Bergkameradschaft in Ediger -
  • 008 - Pfarrkirche von Ediger -

 

1. Teil: Durch das hunsrückseitige Moseltal von Neef über Senheim nach Ediger

Überaus abwechslungsreich gestaltet sich diese herrliche, 27 Kilometer lange Rundwanderung im mittleren Moseltal beiderseits der Mosel. Während die Route anfangs bretteben am Flussufer entlang führt, geht es im zweiten Teil der Stecke hinauf zu den Moselhöhen und recht alpin im steilsten Weinberg Europas durch den Calmont-Klettersteig. Das Salz in der Suppe sind dabei zweifellos die atemberaubenden Aussichten vom Bremmer Calmont.

 

 

Bergkameradschaft an der Klosterruine Stuben


Der Himmel ist bedeckt als die Watzmänner im Moselörtchen Neef an den Start gehen, um auf einem breiten Fahrweg entlang der Moselschleife flussabwärts zu wandern. Direkt am Ufer treffen wir alsbald auf die Klosterruine Stuben. Die Anlage stammt aus dem 12. Jahrhundert. und gehörte zur Augustinerabtei Springiersbach in der Eifel. Französische Revolutionstruppen zerstörten 1794 das inzwischen weltliche Damenstift. Heute sind inmitten der Weingärten von der ehemaligen Abteikirche nur noch die Außenmauern mit den imposanten Spitzbögen zu bewundern.



Von der Klosterruine Stuben geht es durch lichte Auenwälder ständig am hunsrückseitigen Moselufer entlang. Schließlich gelangen die Watzmänner in das Naturschutzgebiet Taubengrün. Entlang eines Altarms der Mosel hat sich hier eine üppige Vegetation mit seltenen Pflanzen und Tierarten herausgebildet. Leider verharrt noch alles in der Winterstarre und sieht daher wenig einladend aus.
 

Im Naturschutzgebiet Taubengrün


Im Weinort Senheim überschreitet die Gruppe die Mosel. Am anderen, eifelseitigen Ufer führt die Route sodann über den Moselradweg wieder flussaufwärts an der Ortschaft Nehren vorbei und hinter der Bebauung steil bergan in die Weinberge hinein. Hoch über dem Ort treffen die Wanderer auf restaurierte Römergräber. Die Grabanlage aus dem 3. bis 4. Jahrhundert besteht aus zwei gleich großen zweigeschossigen Grabkammern. Innerhalb der Anlage sind die besterhaltenen Gewölbemalereien der Römerzeit nördlich der Alpen zu besichtigen. Im Jahre 1976 wurden über den Grablegen zwei tempelartige Aufbauten errichtet. Zwischen ihren Säulen hindurch fällt der Blick sehr imposant ins Moseltal. Inzwischen haben die Watzmänner den Moselhöhenweg erreicht und wandern durch Weinberglagen, lichte Waldparzellen und über Wiesenflächen moselaufwärts.

Bergkameradschaft auf dem Moselhöhenweg


Immer öfter kommt jetzt die Sonne zum Vorschein, es wird wärmer und wir genießen die herrlichen Aussichten hinab ins Tal. Aber schon bald windet sich die Route erneut talwärts. Die Gruppe gelangt in die Ortschaft Ediger und bewundert die malerischen Fachwerkhäuser und die schmucke Pfarrkirche St. Martinus, deren Glockenturm als die schönste gotische Kirchturmspitze an der Mosel gilt. Auch der historische Kreuzweg ist überaus sehenswert und weit über die Grenzen des Weinortes bekannt.


 

Bildergallerie

  • 001 - Am Moselufer von Neef nach Senheim -
  • 002 - Die Watzmaenner an der Klosterruine Stuben -
  • 003 - Blick auf Ediger am anderen Moselufer -
  • 004 - Im Naturschutzgebiet Taubengruen -
  • 005 - Roemergraeber hoch ueber Nehren -
  • 006 - Auf den Moselhoehen zwischen Nehren und Ediger -
  • 007 - Bergkameradschaft in Ediger -
  • 008 - Pfarrkirche von Ediger -


2. Teil: Von Ediger über den Bremmer Calmont nach Neef

Nach der Mittagspause im Ortskern von Ediger marschieren die Bergkameraden weiter nach Eller und wandern ausgangs der Ortschaft in das Ellerbachtal hinein. Wir überschreiten den Ellerbach und gelangen durch die Eisenbahnunterführung erstmals in den Steilhang des Calmonts hinein. Als schmaler Pfad führt jetzt die Route durch den Moselschiefer, steigt stetig höher und gestattet dabei stets schöne Tiefblicke auf den breiten Strom und das Eisenbahnviadukt der Bahnstrecke von Trier nach Koblenz. Beim Unterstand Galgenley wird der Einstieg in den Calmot-Klettersteig erreicht. Als Erstes ist ein Abschwung zu überwinden, der recht üppig mit Klammern und einem Metallgeländer gesichert ist.

 

 

Die Watzmänner auf kleinen Leitern im Calmont-Klettersteig


Im weiteren Verlauf schlängelt sich der „Eisenweg“ mit alpinem Charakter durch die steil abfallende Bergflanke. Mehrere kleine Leitern sind zu durchsteigen. Fest verankerte Drahtseile helfen über die wenigen kritischen Stellen hinweg. Bei trockener Witterung wird es aber nie richtig gefährlich. Ein wenig Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sollte man allerdings mitbringen, wenn man im Calmont unterwegs ist. Wir erwandern den Klettersteig allerdings nicht in seiner ganzen Länge. Nachdem wir die Filetstücke mitgenommen haben, steigen wir nach rechts und über Serpentinen recht steil zum Aussichtspunkt Eller Todesangst hinauf. Von diesem Felsensporn sind die Aussichten geradezu phänomenal.
 

Blick ins Moseltal vom Aussichtspunkt Eller Todesangst


Linker Hand fällt der Blick auf Eller und auf der rechten Seite liegt die Ortschaft Bremm in der engen Moselkehre. Erneut geht es durch lichten Eichenwald steil bergan zum Vier-Seen-Blick auf dem Bremmer Calmont. Auch hier staunen die Watzmänner nicht schlecht als sie die Aussichtskanzel hoch über dem Moseltal erreichen und der Blick ins Tal fällt. Gleich an vier verschiedenen Stellen ist der Fluss von dieser hohen Warte zu sehen. Eine große Pause ist hier natürlich Pflicht.



Durch Niedergehölz geht es danach stets höhengleich weiter über den geschwungenen Kamm des Bremmer Calmonts. Erneut wandern die Bergkameraden über den Moselhöhenweg, der hier als breiter Waldweg verläuft und immer wieder zwischen dem noch winterlichen Geäst rasante Tiefblicke gestattet. Schließlich verlässt die Gruppe den Weitwanderweg über einen nach links ausscherenden, steil abfallenden örtlichen Wanderpfad. In engen Schleifen führt er zu Tal und überrascht die Watzmänner mit einem weiteren traumhaften Blick auf die langgezogene Moselschleife.

Blick auf die Moselschleife

 
Anfangs noch durch Wald, wenig später aber schon durch die Wingerte führt uns der Weg hinab nach Bremm. Wir wandern am Ortsrand des Weinortes entlang, überschreiten schließlich die Moselbrücke und gelangen zurück nach Neef, dem Ausgangspunkt dieser herrlichen, aber doch recht anstrengenden Moselrunde.

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