Himmelsleiterweg in Brohl-Lützing

Art:

Rundwanderung

Länge:

14 km

Wanderregion:

Unteres Brohltal - Rheintal

Schwierigkeitsgrad:

mittel

Bewertung:
Eifel


Bildergallerie

 


  • 001-Start am Aalschokker Katharina im Hafen von Brohl
  • 002-Auf dem alten Leinpfad am Rheinufer
  • 003-Der schaeumende Brohlbach wird ueberschritten
  • 004-Am Broehlche Jaessebrunnen in der Ortsmitte von Brohl
  • 005-Bluehender Mandelbaum in der Muellerwiese
  • 006-Der Muehlenbach im unteren Brohltal
  • 007-Auf dem Himmelsleiterweg am Muehlenbach
  • 008-Mit der Himmelsleiter hinauf zur Luetzinger Hoehe

 

Im weiteren Verlauf wird die Ortschaft Niederlützingen, vorbei an der Pfarrkirche St. Lambertus, durchmessen und zum Steinbergskopf hinüber gewandert. Auch bei dieser Erhebung handelt es sich um einen erloschenen Vulkan. Hier wurde in einem Steinbruch bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts Säulenbasalt abgebaut. Danach hat man das Bruchgelände als Kreismülldeponie genutzt. Heute erfreuen wir uns vom aufgeschütteten "Müllhügel" des Steinbergkopfes eines schönen Blickes ins Vinxtbachtal.

Blick ins Vinxtbachtal vom Steinbergskopf


Vorbei an der aussichtsreichen Jakobshütte läuft die Route fast ebenen Fußes an der Ortslage von Niederlützingen vorbei und sodann auf schmalen Waldpfaden hinüber zur Reutersley. Von diesem exponierten Felsennest sind die Aussichten ins Rheintal überaus bemerkenswert. Rheinabwärts zeigt sich auf einem benachbarten Höhenzug Burg Rheineck. Im 11. Jahrhundert errichteten die Pfalzgrafen zu Rhein das mittelalterliche Gemäuer, das strategisch günstig an der Einmündung des Vinxtbaches in den Rhein platziert wurde, stießen doch hier im Mittelalter die Herrschaftsbereiche von Kurköln und Kurtrier aufeinander. Im pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 von den Franzosen zerstört, danach wieder aufgebaut, wurde Burg Rheineck im Jahre 1785 bei einem Großbrand ein Raub der Flammen und war von da an nur noch eingeschränkt bewohnbar.

 

Burg Rheineck vom Aussichtspunkt Reutersley (leicht gezoomt)

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Rheineck zu einem begehrten Ausflugsziel. Mit einer Drahtseilbahn konnte man zum Burgrestaurant hinauf schweben, den Bergfried besteigen und die schönen Aussichten ins Rheintal in vollen Zügen genießen. Seit 1975 befindet sich die Burg in Privatbesitz und ist für Besucher leider nicht mehr zugänglich. Zur anderen Seite hin, also rheinaufwärts fällt der Blick von der Reutersley auf Brohl und weit in der Ferne auf die Insel Hammersteiner Werth mitten im breiten Rheinstrom. Hier ist natürlich eine große Pause Pflicht, um dieses tolle Rheintalpanorama eine Weile zu bewundern.

 

Blick rheinaufwärts ins Rheintal und auf den Zielort Brohl

 

Mit dem Rheinburgenweg führt uns das kunstvoll gestaltete Wegezeichen des Himmelsleiterweges im letzten Teilabschnitt über steile Serpentinenpfade und felsige Steige ins Rheintal hinab. In den Brohler Rheinanlagen treffen wir dann wieder auf den Aalschokker Katharina, an dem diese tolle Runde ihren Anfang genommen hat. Zumindest in den Sommermonaten kann man in dem direkt daneben eingerichteten Biergarten ein kühles Weizenbier durch die durstigen Kehlen zischen lassen.

 

 Die Tour beginnt und endet am Aalschokker Katharina

 

Fazit und abschließende Bemerkungen:


Selten gibt es von einer nur 14 Kilometer langen Rundwanderung soviel Sehens- und Erlebenswertes zu berichten. Dem Kulturverein Brohl als Betreiber dieser schönen und abwechslungsreichen Tour ist ohne Zweifel ein großer Wurf gelungen, der die Wanderregion Brohltal und das Untere Mittelrheintal enorm bereichern wird. Mit dem Anstieg über die Himmelsleiter zur Lützinger Höhe erweist sich die Route in konditioneller Hinsicht allerdings als eine kleine Herausforderung. Bemerkenswert am Himmelsleiterweg sind der relativ hohe Pfadanteil, die ungewöhnlich große Anzahl herausragender Fernsichten und die unverlaufbar angebrachte Beschilderung der Strecke. Auch Sitzgruppen und Ruhebänke hat man in ausreichender Zahl platziert. So braucht sich die Route in allen Belangen vor keinem der hoch gelobten Traumpfade zu verstecken.

 

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