Osteifel - Traumpfad Vier-Berge-Tour

Art:

Rundwanderung

Länge:

13 km

Wanderregion:

Osteifel - Laacher-See-Gebiet

Schwierigkeitsgrad:

mittel

Bewertung:
Eifel

 

Bildergallerie

  • 001 - Vier-Berge-Tour - Bergkameradschaft an der Wanderhuette Erlenbrunnen
  • 002 - Vier-Berge-Tour - Lotrechte Felswaende im Tuffsteinabbaugebiet Rauhbuur
  • 003 - Vier-Berge-Tour - Ueber Bruecken und Stege im Tuffsteinabbaugebiet Rauhbuur
  • 004 - Vier-Berge-Tour - Lotrechte Felswaende im Tuffsteinabbaugebiet Rauhbuur
  • 005 - Vier-Berge-Tour - Lotrechte Felswaende im Tuffsteinabbaugebiet Rauhbuur
  • 006 - Vier-Berge-Tour - Bergkameradschaft auf dem Holzsteg zum Tuffsteinabbaugebiet Schweinsgraben
  • 007 -  Vier-Berge-Tour - Im Tuffsteinabbaugebiet Schweinsgraben
  • 008 - Vier-Berge-Tour - Zwischen steilen Abbruchwaenden hinein in die Marxe-Ley

 

1. Teil: Von der Erlenmühle durch alte Tuffsteinbrüche hinauf zum Gänsehals

 

Gleich vier vulkanische Erhebungen der Osteifel werden auf dieser Traumpfadroute angelaufen und alte, längst aufgegebene Tuffsteinbrüche mit steil aufragenden Felswänden erwandert. Fantastische Fernsichten, geheimnisvolle Höhlen und uralte Baumriesen sorgen für ständig wechselnde Höhepunkte. Meist auf erdigen Pfaden verläuft die Route durch stille Wälder, enge Schluchten und über windumtoste Bergrücken der Osteifel hinweg.

 

Bergkameradschaft an der Wanderhütte am Erlenbrunnen

 

Vom Parkplatz an der Erlenmühle bei Mendig wandern die Bergkameraden durch das idyllische Kellbachtal zum Erlenbrunnen hinauf. Hinter der Wanderhütte führt die Route sodann in Serpentinen durch den bewaldeten Berghang in das ehemalige Tuffsteinabbaugebiet Rauhbuur hinein. Bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts wurde hier der begehrte, für den Backofenbau benötigte Tuff gebrochen.

 


 

Noch heute zeugen die glatten, 30 Meter hoch aufragenden Felswände von der beschwerlichen Arbeit der Steinmetze. Auf Holzbrücken und über Treppenstufen führt die Route sehr imposant direkt an den lotrechten Brüchen entlang. Nachdem die Landstraße bei Bell überschritten ist, gelangt die 14köpfige Wandergruppe mittels eines Holzsteges in das Abbaugebiet Schweinsgraben. Seinerzeit konnten sich in den Waldparzellen mehrere Familien aus Bell mit dem Abbau der unter dem Mutterboden liegenden Tuffschichten ein Zubrot verdienen.

 

Lotrecht aufragende Wände in den alten Tuffsteinbrüchen

  

Auch hier schlängelt sich die Vier-Berge-Tour durch den alten Steinbruch, in dem noch Abbauspuren an den Felswänden und uralte Trockenmauern zu besichtigen sind. Als nächste Attraktion auf der Rundwanderung zeigen sich eine Reihe von Ameisenhügeln. Zum Schutz der querenden Waldameisen haben die Erbauer des Traumpfades extra eine Ameisenbrücke installiert. Dann liegt ganz versteckt im Wald und 300 Meter abseits von der Traumpfadroute unterhalb des Schmitzkopfes die „Marxe-Ley“. Ein Waldpfad führt auf Treppenstufen zu dem fast vergessenen Tuffsteinabbau hinab. Die Watzmänner betreten den alten Bruch, der wohl früher einmal einer Familie Marx gehörte, durch einen schluchtartigen Eingang, bei dem die Natursteinwände rechts und links zwölf Meter hoch anstehen.

 

Schluchtartiger Eingang in die Marxe Ley

 

Neben den steil aufragenden Felswänden kann man hier auch noch die Reste eines ehemaligen Grubenkrans bewundern. Zurück auf der Traumpfadroute verlaufen breite Waldwege sodann durch Buchenbestände hinauf zum Gänsehals. Eine sehr eigentümlich zusammengewachsene, sogenannte A-Eiche wird von den Traumpfadwanderern auf dem Weg dorthin bewundert. Auf der Anhöhe gelangt die Gruppe zur Gänsehalshütte, in der man ausgiebig Rast hält. Bei einer Seehöhe von 560 Metern über NN treffen die Watzmänner hier auf Altschneereste. Zudem fegt ein eiskalter Wind über die Freifläche hinweg. Trotzdem genießen die Bergkameraden während der Wanderpause die herrlichen Fernsichten über die Pellenz, auf die Ortschaft Bell und hinüber zum Laacher See.

 


 

Bildergallerie

  • 001 - Vier-Berge-Tour - Bergkameradschaft an der Wanderhuette Erlenbrunnen
  • 002 - Vier-Berge-Tour - Lotrechte Felswaende im Tuffsteinabbaugebiet Rauhbuur
  • 003 - Vier-Berge-Tour - Ueber Bruecken und Stege im Tuffsteinabbaugebiet Rauhbuur
  • 004 - Vier-Berge-Tour - Lotrechte Felswaende im Tuffsteinabbaugebiet Rauhbuur
  • 005 - Vier-Berge-Tour - Lotrechte Felswaende im Tuffsteinabbaugebiet Rauhbuur
  • 006 - Vier-Berge-Tour - Bergkameradschaft auf dem Holzsteg zum Tuffsteinabbaugebiet Schweinsgraben
  • 007 -  Vier-Berge-Tour - Im Tuffsteinabbaugebiet Schweinsgraben
  • 008 - Vier-Berge-Tour - Zwischen steilen Abbruchwaenden hinein in die Marxe-Ley

 

2. Teil: Vom Gänsehals über den Hochstein zurück zur Erlenmühle

 

Von der Gänsehalshütte lohnt ein kurzer Abstecher zum nahegelegenen Aussichtsturm auf dem Gänsehalsgipfel, um die herausragende Rundumsicht über einen großen Teil der Osteifel zu genießen. Da den Watzmännern dieses Highlight hinlänglich bekannt ist, folgen sie der Traumpfadroute in Richtung Rodderhöfe. Hier verläuft die Strecke kurze Zeit auf dem Vulkanwanderweg des Eifelvereins, um dann nach rechts in die Hangflanke des Schmitzkopfes zu verzweigen.

 

Auf der Vier-Berge-Tour am Gänsehals

 

Aufsteigend geht es jetzt eine Weile am Waldrand entlang. Erneut überrascht die Vier-Berge-Tour mit herrlichen Panoramablicken auf den Riedener Sulzbusch und die Ettringer Hausberge Hochstein und Hochsimmer. Breite Wald- und Wiesenwege führen die Watzmänner schließlich in eine Senke und sodann zum Sulzbusch hinüber. Der fast kreisrunde Vulkankegel wird auf seiner südwestlichen Seite umrundet. Während linker Hand mehrere Felsformationen aufragen, fällt das Gelände zur rechten Seite steil ins Tal ab. Kurz darauf erreichen die Wanderer die Schutzhütte Nettetalblick. An dem hoch gelegenen Aussichtspunkt ist eine weitere Rast fällig, um die grandiosen Panoramablicke ins Nettetal und auf die Grube Silbersand eine Weile zu genießen. Dann geht es erneut bergab. Die Traumpfadroute verlässt den Sulzbusch, führt bei Ettringen an der Moto-Gross-Strecke vorbei und hinüber zu den Sandsteinhöhlen.

 

Sandsteinhöhlen bei Ettringen

 

In die fast schwarzsandige, ziemlich poröse Natursteinformation hat man wohl im Zweiten Weltkrieg Zufluchtshöhlen getrieben, die heute noch begangen werden können. Gleich darauf folgt ein letzter Steilanstieg auf den Gipfel des Hochsteins. Anfangs schnurgerade, später in Serpentinen geht es in den verbuschten Steilhang hinein.

 


 

Auf der Anhöhe führt dann ein breiter Waldweg zur felsigen Aussichtskanzel hinüber. Hier lockt eine schöne Fernsicht auf das Backofendorf Bell und den Laacher See. Gleich unterhalb des Felsenhorstes ist die Genovevahöhle zu bewundern, die mit der Siegfriedsage in Verbindung gebracht wird. Hier soll dereinst die Pfalzgräfin Genoveva Zuflucht gefunden haben.

 

Bergkameraden auf dem Hochsteingipfel

 

Vom Hochstein schlängelt sich die Route bergab durch den winterlichen Laubwald. Eine mächtige, ca. 300 Jahre alte Buche beeindruckt wenig später die Watzmänner sehr. Das Naturdenkmal hat einen stattlichen Umfang und ist eine der mächtigsten Buchen in der Region. Schließlich gelangen die Traumpfadwanderer in die Gemarkung „Op em Sprung". Kleine Natursteinbrüche können auch auf diesem Teil der Strecke noch bewundert werden, bevor die Vier-Berge-Tour wieder in das Gelände des Erlenbrunnens hinab führt. Bohlenstege überbrücken mooriges Sumpfgelände, ehe die eingefasste Quelle mit ihrem erfrischenden Mineralwasser erreicht wird. Von hier aus ist es nicht mehr weit bis zur Erlenmühle, wo diese sehr wunderschöne Traumpfadroute ihr Ende findet.      

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